SV Oberachern – SGV Freiberg, Samstag 15.30 Uhr

Das 4:1 im südbadischen Derby beim FC 08 Villingen werden nicht nur die Oberacherner Fans wohl noch eine ganze Weile in Erinnerung behalten. Eine halbe Stunde lang sah es nach allem aus, nur nicht nach einem Erfolg des SVO, so deutlich war bis dahin die Dominanz der Schwarzwälder, die es aber nach dem frühen 1:0 nicht schafften, den Sack endgültig zuzumachen.

Dann leiteten Kapitän Sinan Gülsoy mit seinem Traumtor aus 30 Metern und Mathieu Krebs binnen zwei Minuten die Wende ein, sehr zur Freude von SVO-Coach Thomas Leberer: „Auf einmal hatte man das Gefühl, dass eine andere Mannschaft auf dem Platz steht, viel präsenter in den Zweikämpfen und in der zweiten Hälfte mit einem deutlicheren Chancenplus. Die weiteren Treffer waren dann die logische Konsequenz. Betrachtet man noch den Lattentreffer von Pascal Sattelberger und das wegen angeblicher Abseitsstellung nicht gegebene Tor von ihm, hätte das Ergebnis sogar noch höher ausfallen können“.

15 Punkte aus 11 Spielen und Rang 8 sind für einen Aufsteiger wie Oberachern zwar eine gute Bilanz, aber beileibe auch kein Ruhekissen.

Jetzt treffen die Achertäler auf den Sport- und Gesangsverein Freiberg Abt. Fußball. Der etwas ungewöhnliche Vereinsname findet seinen eigentlichen Ursprung im Jahr 1945. Da wurden in der damaligen Gemeinde Heutingsheim sämtliche sportlichen und auch kulturellen Aktivitäten zu einem einzigen Verein, dem Sport- und Gesangsverein >SGV<, zusammengefasst. Der Name der Stadt Freiberg entstand erst 1972 im Zuge der Gemeindereform aus dem Zusammenschluss der drei Dörfer Beihingen, Geisingen und Heutingsheim. Ein Jahr später fusionierten die Fußballabteilungen des SGV Heutingsheim und des TSV Beihingen. Fortan trug der neue Verein den Namen SGV Freiberg.

2010 hat sich dann die Fußballabteilung des SGV Freiberg vom Hauptverein getrennt und bildet seither einen eigenständiger Verein, den SGV Freiberg Fußball e.V.

Das Team aus der vor den Toren Ludwigsburgs gelegenen und mittlerweile knapp 16000 Einwohner zählenden Stadt am Neckar zählt fast schon zum Inventar der Oberliga. 2001 schaffte man erstmals den Sprung ins Baden-Württembergische Oberhaus. 2011 nahm man sich zwar eine einjährige Auszeit, kehrte aber als Verbandsligameister prompt wieder zurück.

In der ersten Oberliga-Saison 2013/14 gab es für den SVO gegen Freiberg nichts zu holen. Mit 1:0 setzten sich die Württemberger mit viel Glück in einer wahren Regenschlacht auf dem Oberacherner Kunstrasen durch und beim Rückspiel in Freiberg gar mit 5:0.

Bislang blieb der Vorjahresdritte aber weit hinter den Erwartungen zurück und liegt mit zehn Punkten lediglich auf Rang 15. In der Fremde holte das auswärtsschwächste Team der Liga nur beim 2:2 in Ulm einen Zähler. Doch davon will sich Oberacherns Trainer Thomas Leberer nicht blenden lassen: „Freiberg ist ein Gegner, der sich, gemessen an seiner Qualität, in der Tabelle eigentlich an einer anderen Stelle befinden müsste. Man musste vor der Runde jedoch Torjäger Kutlu ziehen lassen und überraschend ging dann auch noch Erfolgscoach Ramon Gerhmann zur KSC A-Jugend. Dies muss ein Team erst einmal verkraften. Viele Spiele waren eng und hätten auch für Freiberg ausgehen können. Schaut man sich das letzte Spiel gegen Kehl an, da hätte man in der zweiten Hälfte den Sieg verdient gehabt, hatte aber nicht das Glück und musste sich deshalb am Ende mit einem 2:2 zufrieden geben“.

Bis jetzt wurde den Zuschauern und Fans gerade bei den Spielen im heimischen Waldseestadion immer beste Unterhaltung geboten. „Dies versuchen wir auch am Samstag wieder und wollen mindestens einen Punkt ergattern“, betont Leberer.

Verzichten muss er dabei weiterhin auf Gabriel Gallus, der nach seiner Knieverletzung erst wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist und den privat verhinderten Domagoj Petric.

 

RM

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