SV Oberachern – KSC II, Samstag 15 Uhr

77 Tage nach der 0:2 Niederlage beim Titelaspiranten SSV Ulm 1846, dem man dabei das Leben lange Zeit ausgesprochen schwer machte, beginnt für die Achertäler der zweite Teil der “Mission Klassenerhalt“ in der höchsten deutschen Amateurklasse.

Bislang sieht es ja auch ganz gut aus. Mit 26 Zählern rangiert die Elf von Thomas Leberer auf dem elften Rang. Bei bis zu durchaus möglichen sechs (!) Absteigern beträgt der Vorsprung auf den Tabellendreizehnten aber gerade mal vier Punkte. Die hinter dem SVO rangierenden Teams wie Reutlingen, Villingen und Freiberg haben in der Winterpause mit erfahrenen Akteuren zum Teil mächtig aufgerüstet. Der SVO hat mit Anthony Decherf, Sebastien Noé (beide Vauban Strasbourg) und dem Kroaten Mario Jurjevic zwar ebenfalls auch neue Spieler verpflichtet, baut dabei aber auch mit Blickrichtung auf die kommende Saison auf das vorhandene Talent der drei 19-jährigen.

Gegen die U23 des Zweitligisten Karlsruher SC (35 Punkte/Rang 3) wartet am Samstag ein junges und vor allem spielstarkes Team auf die Leberer-Elf, das den Aufstieg in die Regionalliga noch im Visier hat. Daran ändert auch die 0:1 Niederlage des >kleinen< KSC am letzten Samstag im Nachholspiel beim FV Ravensburg nichts.

Das Hinspiel auf dem Nebenplatz des Karlsruher Wildparkstadions könnte man durchaus als “Lehrstunde mit Happy-End am grünen Tisch“ bezeichnen. Mit Hochgeschwindigkeitsfußball wurde der SVO mit fünf Treffern zwar förmlich überrollt, doch ein KSC-Verstoß gegen die Spielordnung bescherte Aufsteiger Oberachern durch das Sportgerichtsurteil am Ende drei so nicht einkalkulierte Punkte, die in der Endabrechnung noch ganz wichtig sein könnten.

„Es war in der Vorrunde mit Sicherheit das einzige Spiel, bei dem wir keine Chance hatten. Der KSC war uns an diesem Tag in allen Belangen überlegen“, bilanzierte Oberacherns Coach hinterher.

Für ihn geht es in erster Linie darum, „dass das Team die positiven Ansätze der Vorbereitung mit in das erste Punktspiel nach der Pause nimmt, den Respekt ablegt, der im Hinspiel einfach noch zu groß war, und einen mutigen Fußball spielt“.

Da sich der Rasen des Waldseestadions witterungsbedingt in keinem vernünftig spielfähigen Zustand befindet, wird die Partie auf dem Kunstrasenplatz ausgetragen. „Eine komplette Vorbereitung mit bis zu sechs Trainingseinheiten in  der Woche auf einem Kunstrasen hinterlassen einfach Spuren und es ist normal, dass es dadurch bedingt auch den einen oder anderen angeschlagen Spieler gibt. In der Regel kehren diese Spieler alle in der letzten Vorbereitungswoche gesund zurück. Momentan sind nur Kapitän Sinan Gülsoy und Gabriel Gallus angeschlagen“, so Leberer, der mit seinem Team wenigstens einen Zähler holen sollte, denn in der kommenden Woche führt die Reise zum zuletzt von Sieg zu Sieg eilenden FSV Bissingen und da wird es wohl noch schwerer werden, etwas Zählbares zu holen.

Der letztjährige Stammkeeper Logan Kleffer ist nach seinem überstandenen Kreuzbandriss zwar wieder fit, wird aber mangels Spielpraxis erst einmal nur auf der Bank seinen Platz finden.

In der ersten Oberacherner Oberligasaison zog man daheim gegen die U23 mit 1:4 den Kürzeren. Da hieß der Karlsruher Trainer noch Joe Zinnbauer, der danach beim traditionsreichen Hamburger SV, wie viele andere zuvor, vergeblich sein Glück versuchte.

RM

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