SV Oberachern – FC Nöttingen

Oberliga Baden-Württemberg

SV Oberachern – FC Nöttingen, Samstag 15.00 Uhr

Trotz einer ausgesprochen dürftigen Leistung durften sich die Kicker des SV Oberachern am letzten Samstag über drei wichtige Punkte freuen. Dass am Ende trotz eines schnellen 0:2 Rückstands ein 3:2 Erfolg beim Tabellenvorletzten SC Pfullendorf verbucht werden konnte, hatte zwei Gründe. Zum einen passten sich die Linzgauer nach dem Anschlusstreffer durch Oberacherns Kapitän Sinan Gülsoy dem an diesem Tag schwachen Niveau der Achertäler an, zum anderen machte die Leberer-Elf die beiden entscheidenden Tore stets zum richtigen Zeitpunkt und hatte bei der Entstehung dann auch noch das notwendige Quäntchen Glück. Selten hat man SVO-Coach Thomas Leberer hinterher so zerknirscht erlebt und das nach dem bereits vierten Auswärtserfolg seiner Mannschaft: „Ich konnte mir diese Leistung von fast der gesamten Mannschaft nicht erklären, deshalb war ich sehr enttäuscht. Fast alle taktischen Vorgaben wurden ignoriert und vor allem die etwas erfahreneren Spieler haben keine Verantwortung übernommen, sich eher hinter den jungen Spielern noch versteckt. Wir sind mit Sicherheit noch in der Findungsphase, aber die zuletzt gezeigten Leistungen gegen Freiberg und Pfullendorf waren erschreckend schwach. Trotzdem muss man auch klar feststellen, wir können in jedem Spiel zurückkommen und das ist das Positive aus der Begegnung in Pfullendorf“.

Wenn der SV Oberachern nun am Samstag auf den souveränen Tabellenführer FC Nöttingen trifft, werden Erinnerungen an den 06.04.2014 wach. Da fegte der SVO als Tabellenletzter den späteren Regionalligaaufsteiger mit 4:0 aus dem heimischen Waldseestadion. Es war das bis heute wohl beste Oberligaspiel des SVO, was Nöttingens Coach Michael Wittwer hinterher zu seiner legendären Aussage bewegte: „der FC Nöttingen braucht keinen Trainer mehr, sondern wohl eher einen Psychologen“. Seit mittlerweile zehn Jahren sitzt der ehemalige KSC-Profi auf der Bank der Nordbadener und daran wird sich wohl so schnell auch nichts ändern. Im Mai musste sein Team nach nur einem Jahr wieder aus der Regionalliga absteigen, weil sowohl Kickers Offenbach wie auch Saarbrücken in den Entscheidungsspielen knapp den Aufstieg verpassten.

Das warf die Nöttinger aber ebenso wenig aus der Bahn, wie der ganze Rummel um das Jahrhundert-Pokalspiel gegen den großen FC Bayern, bei dem man vor ausverkauftem Haus im Karlsruher Wildparkstadion nur mit 1:3 den Kürzeren zog. In dieser Saison zählt nur der direkte Wiederaufstieg und da ist man auf bestem Weg. Nur zweimal musste man sich mit dem Gegner die Punkte teilen, ansonsten verließen die Nordbadener stets als Sieger den Platz. Sechs Auswärtsspiele, sechs Siege, lautet die eindrucksvolle Bilanz auf fremden Plätzen.

Leberer ist sich um die Schwere der Aufgabe mehr als bewusst: „Wir treffen am Samstag auf eine “Regionalligamannschaft“, die nur ein Ziel hat und das ist der Aufstieg. Ich denke Michael Wittwer wird dieses Mal Psychologe genug sein, damit uns sein Team nicht noch einmal wie vor 18 Monaten unterschätzen wird. Wir müssen schon eine verdammt gute Leistung abrufen, damit wir auch nur in die Nähe eines Punktgewinns kommen können“.

Nach der Partie in Pfullendorf gab es zwar einige angeschlagene Spieler und die ersten Grippekranken kamen in dieser Woche auch noch dazu, dennoch hofft man beim SVO, den gleichen Kader wie zuletzt zur Verfügung zu haben.

 

RM

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