VORSCHAU | TSG 1862/09 Weinheim – SV Oberachern

TSG 1862/09 Weinheim – SV Oberachern, Samstag 15:00 Uhr

Das Positivste beim jüngsten torlosen Remis gegen den seit nunmehr zehn Spielen ungeschlagenen SSV Reutlingen war sicherlich das reine Ergebnis, darüber war sich hinterher auch Oberacherns Coach Mark Lerandy im Klaren: „Mit einem Punkt können wir sehr gut leben. Wir hatten ja auch schon Spiele, in denen wir gut gespielt haben, aber am Ende mit leeren Händen da standen. Wir wissen, dass wir in den restlichen Spielen mehr investieren müssen, um wieder erfolgreichen Fußball zu präsentieren“.

Hinten stand nach dem 25. Saisonspiel jetzt schon zum 13. Mal die Null. Auf der anderen Seite ist es offenkundig, dass der SVO derzeit ein großes Problem in der Offensive hat. Seit sieben Spielen konnte man aus dem Spiel heraus keinen Treffer mehr erzielen. Die vier in diesem Zeitraum geschossenen Tore fielen allesamt im Anschluss an Standardsituationen. Dreimal traf dabei Kapitän Felix Armbruster und der vierte Treffer resultierte aus einem Elfmeter von Gabriel Gallus. Lerandy hat dafür auch eine Erklärung: „Bis auf das Spiel gegen Reutlingen haben wir in jeder Partie eine Mehrzahl an Chancen herausgespielt. Die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss ist uns ein wenig verloren gegangen in den letzten Spielen. Wir haben aber die Power und die Qualität, um wieder mehr Tore zu erzielen. Das haben wir in der aktuellen Runde schon mehrfach bewiesen. Solche Phasen gibt es nun mal im Fußball, aber die gehen auch wieder weg, wenn man weiter fleißig und zielstrebig arbeitet“.

Jetzt geht die Reise zur TSG Weinheim (11 Punkte), die sich zwar längst mit dem Abstieg abgefunden hat, aber dennoch immer wieder respektable Ergebnisse vorweisen kann. Am vergangenen Samstag kassierten die Nordbadener trotz Unterzahl und einigen verletzungsbedingten Ausfällen eine unglückliche 0:1 Niederlage in Pforzheim. „Das wird am Samstag sicherlich kein einfaches Spiel. Wir sind auf einen sehr motivierten Gegner eingestellt, der in den restlichen Spielen der Runde nochmal alles abrufen wird. Weinheim ist derzeit eine ganz andere Mannschaft als noch in der Vorrunde“, mahnt Trainer Mark Lerandy. Da behielt seine Elf am Ende klar mit 4:0 die Oberhand, obwohl die TSG eine Stunde lang gut dagegen halten konnte.

Beide standen sich erst einmal im Sepp-Herberger-Stadion gegenüber. Am 02.06.2012 zog der SVO im ersten von zwei Entscheidungsspielen um den Aufstieg in die Oberliga mit 0:1 den Kürzeren. Sinan Gülsoy ist dabei der einzig verbliebene Akteur aus dem aktuellen Kader, der damals schon auf dem Platz stand.

„Wir müssen geduldig sein und die Chancen, die wir uns erspielen, nutzen. Wenn die Mannschaft sich an die Vorgaben hält und den Gegner nicht unterschätzt, werden wir ganz sicher punkten“, so Lerandy, der nicht nur um den Einsatz seines angeschlagenen Spielmachers Gabriel Gallus bangt. “Unsere medizinische Abteilung ist im Dauereinsatz bis Samstag und dann werden wir sehen, bei wem es geht und bei wem nicht“.

RM