Vorschau SV Spielberg – SV Oberachern

Oberliga Baden-Württemberg

SV Spielberg – SV Oberachern, Samstag 14.30 Uhr

Das 1:0 über die U23 des Regionalligisten FCA Walldorf war bei zwischenzeitlich elf Spielen ohne Niederlage bereits der fünfte Dreier des SV Oberachern in Serie. Langsam aber sicher ist das Ganze schon etwas unheimlich, spiegelt aber auch die gute Arbeit wider, die derzeit beim SVO geleistet wird. „Wir freuen uns sehr über den hart erarbeiteten Heimsieg. Ich denke, dass er aufgrund der unglaublichen Leidenschaft vor allem nach der Roten Karte nicht ganz unverdient ist. Wir haben aber auch gesehen, dass wir weiterhin noch sehr viel an uns arbeiten müssen“, betonte Oberacherns Coach Mark Lerandy hinterher.

Die Partie gegen Walldorf war die erste von den jetzt noch ausstehenden drei  Partien der Vorrunde  gegen jene Mannschaften, die allesamt hinter dem SVO platziert sind. Die Ansprüche bei den Fans sind gestiegen, viele erwarten jetzt natürlich eine Fortsetzung der jüngsten Erfolgsserie. Für Lerandy scheint das aber kein Problem zu sein: „Ich denke, das ist der ganz normale >Wahnsinn< beim Sport und überrascht uns deswegen überhaupt nicht. Wir nehmen das nicht als Druck auf, sondern als positives Feedback, dass wir aktuell als Gesamtverein auf einem guten Weg sind. Wir wissen, dass es im Fußball schnell in beide Richtungen gehen kann, deswegen lässt uns die gestiegene Erwartungshaltung weiterhin mit beiden Beinen fest auf dem Boden“.

Jetzt geht die Reise zum SV Spielberg, der mit 13 Punkten und Rang 14 weit hinter den eigenen Ansprüchen hinterher hinkt und deshalb vor zwei Wochen ihrem Trainer Peter Hogen den Stuhl vor die Tür stellte. Bei der jüngsten 0:3 Niederlage in Pforzheim sollten es noch Ex-KSC-Akteur Ole Schröder und Marius Mößner richten, doch bereits am Dienstag verpflichtete man mit dem 32-jährigen Tobias Winter (bisher U19 FC Astoria Walldorf) einen neuen Coach.

Von der Tabellenkonstellation will sich Lerandy aber nicht blenden lassen: „„Spielberg hat sich die Saison sicherlich ganz anders vorgestellt. Sie haben sehr gute Spieler in Ihren Reihen, aber als Mannschaft bekommen sie es zu Zeit nicht konstant genug auf den Rasen. Dennoch rechnen wir am Samstag mit dem besten SV Spielberg, auch wenn der größere Druck sicherlich auf deren Seiten liegt“.

In der ersten Oberacherner Oberliga-Saison 2013/14 behielt der SV Spielberg noch zweimal mit 5:1 die Oberhand, doch in der letzten Saison zogen die Karlsbader, die zwischenzeitlich ein Gastspiel in der Regionalliga hatten,  zweimal gegen den SVO den Kürzeren.

Der SVO steht zwar derzeit auf Rang fünf, dennoch könnte man beim dritten Auftritt in Spielberg auch mit einem Remis gut leben.

Verzichten muss Oberacherns Coach auf Rotsünder Daniel Filkovic, dafür ist der zuletzt wegen einer Knöchelprellung geschonte Mittelfeldakteur Adel Daouri wieder an Bord. Stürmer Fabian Herrmann hingegen muss wegen Leistenproblemen weiterhin pausieren.

RM