VORSCHAU SV Oberachern – Bahlinger SC

Oberliga Baden-Württemberg

SV Oberachern – Bahlinger SC, Samstag 15.30 Uhr

Alles andere als mit Ruhm bekleckert hat sich der SV Oberachern beim am Ende schmeichelhaften 1:1 bei der TSG Weinheim. Gegen das tapfer kämpfende Schlusslicht taten sich zuletzt zwar auch andere Teams ausgesprochen schwer, insofern wäre das Auswärtsremis eigentlich ja kein Beinbruch. Was aber nicht nur die wenigen mitgereisten SVO-Fans ziemlich nachdenklich stimmte,  war die Art und Weise wie sich fast die gesamte Mannschaft vor allem im zweiten Durchgang im Sepp-Herberger-Stadion präsentierte. „Es war kein gutes Auswärtsspiel von uns. Wir haben gut angefangen und ziemlich früh dann auch den Führungstreffer erzielt, so wie wir es uns vorgenommen haben. Bis dahin lief alles nach Plan. Mit der gezeigten Leistung im zweiten Durchgang war ich überhaupt nicht einverstanden“, fasste ein ziemlich angefressener Trainer Mark Lerandy das Geschehen an der Bergstraße zusammen.

Jetzt trifft der Tabellenelfte SV Oberachern (39 Punkte) im mit Spannung erwarteten südbadischen Derby auf den Tabellensechsten Bahlinger SC (44), der zuletzt mit 3:1 gegen Pforzheim die Oberhand behielt. Da werden gleich wieder Erinnerungen wach an das Aufeinandertreffen in der Hinrunde, als der SVO mit einem 6:0 Kantersieg beim damaligen Tabellenführer für einen richtigen Paukenschlag sorgte. Während beim SVO so gut wie alles zusammen passte, war das Team von Ex-Profi Alfons Higl in den entscheidenden Situationen nicht unbedingt mit Fortuna im Bunde war und ergab sich spätestens nach dem 0:3 kampflos seinem Schicksal.

Man kann also fast schon sicher sein, dass die Kaiserstühler am Samstag mit aller Macht nach Wiedergutmachung streben werden. „Nach den Vorzeichen sollte es ein interessantes Spiel geben. Bahlingen will sich für die Niederlage revanchieren. Wir aber wollen unser Heimspiel mit aller Macht gewinnen. Deshalb freuen uns sehr auf das Spiel“, betont Oberacherns Trainer Mark Lerandy.

Der Sieg in der Hinrunde war der erste Dreier über den BSC überhaupt. In den bisherigen Aufeinandertreffen im heimischen Waldseestadion (zweimal in der Liga und einmal im Pokal) behielt stets Bahlingen die Oberhand und das jeweils ohne Gegentor. Für die Achertäler wäre es jetzt also an der Zeit, diese schwarze Serie endlich zu durchbrechen, doch da  muss  die Elf um Kapitän Felix Armbruster gegenüber dem letzten Auftritt schon gewaltig zulegen. Das weiß auch Lerandy: „Wollen wir gegen den Bahlinger SC punkten, müssen wir uns in allen Bereichen enorm steigern. Wenn wir das wieder hinbekommen, haben wir ganz gute Chancen“.

Daniel Filkovic,  Nico Huber, Markus Feger (alle Oberschenkelprobleme), Oguzhan Tasli  (Leistenzerrung) und Sebastien Noé (Sprunggelenk) sind angeschlagen. Ihr Einsatz wird sich erst kurzfristig entscheiden.

RM