Vorschau | Karlsruher SC II – SV Oberachern

Oberliga Baden-Württemberg

Karlsruher SC II – SV Oberachern, Sonntag 15.00 Uhr

Seit fünf Spielen wartet der SV Oberachern wieder auf einen Dreier. Auch gegen den  keinesfalls übermächtig agierenden Regionalliga-Absteiger FC Nöttingen zogen die Achertäler mit 0:1 den Kürzeren. Es war die zweite Heimniederlage in dieser Saison. „Eine sehr bittere Niederlage, weil sie absolut unnötig war. Wir hatten die Nöttinger in der ersten Hälfte absolut im Griff und haben das Tempo und den Rhythmus in allen Bereichen bestimmt. Uns fehlt aktuell die absolute Durchschlagskraft, ins letzte Drittel zu kommen, ohne leichtfertige Ballverluste zu haben“, bilanzierte ein enttäuschter Coach Mark Lerandy hinterher.

Jetzt führt die Reise nach Karlsruhe zur zweiten Mannschaft des KSC und da werden beim SVO Erinnerungen wach an zwei denkwürdige Partien. Am 02.04.2014 trennten sich beide in einem Flutlichtspiel im altehrwürdigen Wildparkstadion 0:0 und zum Auftakt der letzten Saison am 07.08.2016 zeigte der SVO eines seiner besten Oberligaspiele überhaupt und siegte am Ende durch drei Treffer von Fabian Herrmann mit 4:2.

Wenn Schiedsrichter Marco Zauner (Bühlerzell) am Sonntag um 15.00 Uhr die Partie anpfeift, dann wird das letzte Gastspiel des SVO beim KSC über die Bühne gehen. Nach insgesamt 19 Jahren Oberligazugehörigkeit haben sich die Verantwortlichen des KSC in der Winterpause entschlossen, ihre zweite Mannschaft aus finanziellen Gründen ganz vom Spielbetrieb abzumelden. Somit steht die junge Truppe von Trainer Balligh Karrouchy, die im Hinspiel mit 0:2 in Oberachern den Kürzeren zog, schon vorzeitig als erster Absteiger fest. Lerandy geht aber nicht davon aus, dass die Karlsruher die Saison langsam ausklingen lassen: „Die werden das Spiel genauso angehen wie jedes andere auch. Von dem her gehe ich davon aus, dass wir auf einen äußerst motivierten KSC treffen und darauf werden wir uns vorbreiten“.

Aus den letzten fünf Auswärtspartien holte seine Mannschaft nur beim 0:0 in Sandhausen einen Zähler und wartete in diesem Zeitraum auch vergeblich auf einen Treffer in der Fremde. Oberacherns Coach hofft, dass am Ostersonntag endlich der Knoten bei seiner Offensivabteilung platzen wird: „Es wäre schön, wenn wir endlich auswärts wieder punkten würden. Dazu benötigen wir nun mal auch Tore.  Wenn wir es hinbekommen, dass wir über die gesamte Distanz absolut fokussiert sind auf das ausgegeben Ziel, haben wir eine ganz gute Chance, aus Karlsruhe was mitzunehmen“.

Ursprünglich war diese Partie auf den 31.03. terminiert, musste aber wegen Terminüberschneidung mit der 3. Liga um einen Tag verschoben werden. Deshalb kann mit Kapitän Felix Armbruster, dessen Rotsperre am 31.03. abläuft, ein ganz wichtiger Akteur wieder mit von der Partie sein. Philip Keller fehlte zuletzt aus beruflichen Gründen, steht aber wieder im Kader.