Vorbericht: TSG Balingen – SV Oberachern

Oberliga Baden-Württemberg

TSG Balingen – SV Oberachern, Samstag 17.00 Uhr

Mit einem verdienten 0:0 gegen einen SGV Freiberg, der seinen Kader vor der Saison mächtig aufgerüstet hatte, konnte der SV Oberachern im vierten Spiel endlich den ersten Zähler auf der Habenseite verbuchen. Dass man dabei in Anbetracht der angespannten personellen Situation keine spielerischen Highlights erwarten durfte, das war schon vor der Partie jedem klar. Dafür stimmte, wie schon beim unglücklichen 0:2 in Villingen, die Einstellung von der ersten Minute an. „Wir wissen das Spiel und den Punkt sehr gut einzuschätzen. Kämpferisch war es eine gute Leistung, spielerisch müssen wir noch sehr viel arbeiten“, betonte Oberacherns Trainer Marc Lerandy, der bei seiner Mannschaft die Zahl an leichten Ballverlusten in der Mittelzone minimieren will. „Ich hoffe, dass wir die guten Ansätze im Spiel gegen den Ball in den nächsten Wochen weiter ausbauen können“.
Bevor man am Sportfest-Samstag auf den 1. Göppinger SV trifft (09.09. um 17.00 Uhr) führt die Reise erst einmal zur TSG Balingen, die nach verhaltenem Start mit nur einem Zähler zuletzt zweimal dreifach punkten konnte. Der jüngste 7:2 Auswärtssieg beim CFR Pforzheim ließ dabei die komplette Oberliga aufhorchen. Großen Anteil daran hatte TSG-Kapitän Manuel Pflumm, mit bislang 182 Oberligaspielen nicht nur der Erfahrenste im Team von Trainer Ralf Volkwein, sondern auch einer der sichersten Elfmeterschützen im Baden-Württembergischen Oberhaus. Auch in Pforzheim traf der lange Innenverteidiger gleich zweimal vom Punkt. SVO-Coach Lerandy weiß um die Stärken der Württemberger. „Die verfügen über eine sehr gut eingespielte Mannschaft. Sicherlich ist die Geschwindigkeit in der vordersten Reihe ihre größte Stärke. Da haben Sie vor allem mit Patrick Lauble einen extrem schnellen und beweglichen Spieler in ihren Reihen“.
Schon dreimal gastierte der SVO in der Balinger Bizerba-Arena und stets durfte man die Heimreise mit etwas Zählbarem im Gepäck antreten. Vor vier Jahren behielt man mit 1:0 die Oberhand und in den beiden letzten Spielzeiten teilte man sich jeweils die Punkte.
Mit einem 1:1 wie zuletzt im März wäre man beim SVO sicherlich nicht unzufrieden, auch wenn Lerandy insgeheim mit einem Dreier liebäugelt. „Grundsätzlich fahren wir dahin, um dort zu gewinnen. Wenn die Jungs alles gegeben haben und alles eingehalten haben, was wir uns vorgenommen haben, dann könnten wir mit einem Punkt sicherlich auch sehr gut leben“. Personell sieht es gegenüber der Vorwoche wieder etwas rosiger aus. Philip Keller und Andreas Volk haben ihre Sperren abgesessen, Nico Huber ist nach überstandener Grippe wieder im Training und Fabian Herrmann aus den Flitterwochen zurück. Die lange verletzten Sebastien Noé und Pascal Sattelberger haben den Trainingsbetrieb zwar wieder aufgenommen, ihr Einsatz käme aber noch etwas zu früh.

RM