SV Oberachern – SC Freiburg II – Samstag 16.00 Uhr

Was war das doch ein toller Auftakt für den SV Oberachern in die dritte Oberligasaison. Beim 4:2 bei der hochgehandelten zweite Mannschaft des Karlsruher SC war zwar Fabian Herrmann mit drei Treffern und einem herausgeholten Elfmeter der Matchwinner, doch die Art und Weise wie sich das gesamte Team im Wildpark präsentierte, war schon irgendwie beeindruckend. Der langanhaltende Beifall der erneut zahlreich mitgereisten Fans war der verdiente Lohn für die ersten drei wichtigen Zähler.

Wen wundert es, dass Oberacherns Coach Thomas Leberer hinterher mit der langsam untergehenden Karlsruher Abendsonne um die Wette strahlte: „Ich hätte meiner Mannschaft zu diesem frühen Zeitpunkt der Punkterunde eine solch >reife< Leistung nicht zugetraut. Vor allem hat man in jeder Minute des Spiels einen gemeinsamen Willen gespürt, unbedingt erfolgreich sein zu wollen. Mit Sicherheit war Fabian Herrmann der Akteur des Spiels aber auch André Wallica und Dennis Kopf zeigten ihre bis dahin beste Leistung im SVO Trikot“.

Bleibt nach dem Auftakt nach Maß nur zu hoffen, dass die ohnehin jetzt schon gestiegenen Erwartungen im Umfeld nicht noch größer werden. Nur zur Erinnerung, 2004 kickte der SVO noch in der Kreisliga A und da träumte man in Oberachern noch davon, einmal gegen den SC Freiburg antreten zu dürfen. Vor Wochen traf man in einem Benefizspiel auf die Profis des SC und zog sich trotz der 0:4 Niederlage mehr als gut aus der Affäre, dann trennte man sich kurz darauf in einem Testspiel 1:1 gegen die U23 und am Samstag trifft man nun erneut auf Team 2 des SC Freiburg.

Keine leichte Aufgabe

Einfacher als zuletzt beim KSC dürfte die Aufgabe gegen den SC Freiburg auf keinen Fall werden, darüber ist sich Chefcoach Leberer auch bewusst: „ Wir haben schon im Vorbereitungsspiel gegen den SC Freiburg gesehen, mit welchem Tempo und technischer Qualität die Truppe von Christian Preußer agiert. Dies zu unterbinden, wird eine große Herausforderung werden. Man hat im Team eine hervorragende Mischung zwischen gestandenen Profis wie Felix Roth, Matti Langer und Ivica Banovic und vielen überdurchschnittlichen Talenten, die alle das Ziel Profifußball haben“.

Ein Wiedersehen mit dem Nicola Leberer

Am Samstag darf man sich im Waldseestadion nicht nur auf ein tolles Spiel, sondern auch auf ein schnelles Wiedersehen mit einem jungen Spieler freuen, der 2 Jahre lang zu den absoluten Leistungsträgern zählte, Trainersohn Nicola Leberer, der nach der letzten Saison vom SVO in den Breisgau wechselte. Für Vater Thomas sicherlich kein Spiel wie jedes andere: „Zuerst freut es mich, dass ich Nicola mal wieder sehen darf. Er hat ja vor lauter Training keine Zeit mehr. Natürlich ist es etwas Besonderes, wenn Vater und Sohn in unterschiedlichen Teams sind und gegeneinander spielen. Er hatte ja zwei sehr erfolgreiche Jahre beim SVO, muss sich aber jetzt in der neuen Umgebung erst einmal zu Recht finden und auch durchsetzen. Was bei der Qualität im Kader des SC Freiburg mit Sicherheit nicht so einfach ist“.

Auf die verletzten Mathieu Krebs und Sebastian Braun, die beide schon den Saisonauftakt beim KSC verpassten, wird er wohl auch am Samstag noch verzichten müssen. Ansonsten steht ihm bis auf den Langzeitverletzen Andreas Fischbach der gesamte Kader zur Verfügung.