1. Göppinger SV – SV Oberachern | Vorbericht

1. Göppinger SV – SV Oberachern, Samstag 15.30 Uhr

Mit dem 3:0 Derbyerfolg über den Offenburger FV konnte sich der SV Oberachern endgültig den Klassenerhalt sichern. Es war dabei sicherlich kein hochklassiges Spiel, aber das war aufgrund der Tabellenkonstellation und der Bedeutung der Partie auch nicht zu erwarten. „Der OFV hat an diesem Tag zu wenig investiert. Darüber waren wir selbst überrascht, konnten dies in der ersten Hälfte aber nicht ausnutzen. Nach dem 1:0 spürte man schon, dass beim OFV die Köpfe nach unten gingen“, bilanzierte ein sichtlich erleichterter Oberacherner Coach Thomas Leberer hinterher. Nicht nur ihn freute es dabei ganz besonders, dass ausgerechnet Sebastian Braun mit dem 2:0 für die Vorentscheidung sorgte. Nach vier überaus erfolgreichen Jahren kehrt der Dauerläufer, der mit seinem unermüdlichen Einsatz stets ein Vorbild auf dem Platz war, zu seinem Heimatverein SV Baiersbronn zurück.



Die Chancen, dass der OFV doch noch den Klassenerhalt schaffen kann, sind wohl eher als gering einzustufen. Eigentlich schade, denn der Fußball in der Ortenau muss dadurch mindestens ein Jahr lang wieder auf ein richtiges Oberliga-Derby warten.
Zum Saisonabschluss führt die Reise des SV Oberachern zum Tabellenachten 1. Göppinger SV, gegen den man im Hinspiel mit 2:0 die Oberhand behielt. 1970 kickte der Verein aus der Märklin-Stadt sogar ein Jahr lang in der damals zweithöchsten Liga. Von 1978 bis 1985 zählte man noch zum festen Bestandteil in der Oberliga, dann ging es aber steil bergab. Im letzten Jahr gelang dann im dritten Anlauf endlich wieder der Aufstieg ins Amateuroberhaus. Nach furiosem Auftakt kehrte aber auch bei der Elf von Trainer Gianni Coveli nach und nach der Alltag ein und die Abstiegszone rückte immer näher. Zuletzt konnte der Aufsteiger aber gleich dreimal hintereinander die volle Punkteernte einfahren und sicherte sich mit jetzt 47 Punkten den Klassenerhalt.



Mit einem möglichen Dreier könnte der SVO (42 Punkte/Platz 13) sogar noch den Sprung bis auf Rang 10 schaffen, falls die Konkurrenten Sandhausen (43/12.), Spielberg (43/11.) und Reutlingen (44/10.) ihre letzte Partie nicht mehr ganz so ernst nehmen und entsprechend Federn lassen. „Über mögliche Ergebnisse unserer direkten Tabellennachbarn nachzudenken macht nur Sinn, wenn wir vorlegen können. Wir fokussieren uns absolut noch einmal auf diese Begegnung in Göppingen. Erst danach freuen wir uns auf ein paar gemeinsame Tage auf Mallorca. Da über 20 Spieler mit dabei sind, wird es mit Sicherheit ein schöner Abschluss werden“, so Leberer, der in Göppingen auf die verletzten Christian Miesch, Fabian Herrmann und Felix Armbruster verzichten muss, der sich in der Partie gegen den OFV einen Nasenbeinbruch zuzog.