TSG Balingen – SV Oberachern 1:1 (1:1)

Oberliga Baden-Württemberg

TSG Balingen – SV Oberachern 1:1 (1:1)

„Heute war das Glück auf unserer Seite, vor allem im ersten Durchgang“, sagte Marc Lerandy, der erst einmal tief durchatmen musste. Während sich Oberacherns Coach über ein schmeichelhaftes Remis  freuen durfte, war bei seinem Kollegen Ralf Volkwein hinterher erst einmal nur Kopfschütteln angesagt. „Die Enttäuschung über zwei verlorene Punkte ist brutal“. Wenn er seiner Mannschaft an diesem Tag überhaupt etwas vorwerfen konnte, dann nur die mangelhafte Chancenverwertung.

Die erste und die letzte gefährliche Aktion gehörten dem SVO. In der 2. Minute scheiterte Nico Huber nach einer Einzelaktion an TSG-Schlussmann Julian Hauser und kurz vor Schluss zischte ein fulminanter Distanzschuss des zur Pause eingewechselten Philip Keller nur um Haaresbreite am Balinger Gehäuse vorbei. Ansonsten waren es aber die Gastgeber, die den Ton angaben.

Gerade mal eine Viertelstunde war vor 800 Zuschauern in der schmucken Balinger Bizerba-Arena vorbei, da hätte es schon gut und gerne 3:0 stehen können. Nach der ersten von insgesamt 14 Balinger Ecken stimmte einmal mehr beim SVO die Zuordnung nicht und Jörg Schreyeck konnte ungehindert zum 1:0 einköpfen. Nur vier Minuten später traf Balingens Spielgestalter Lukas Foelsch nur den Oberacherner Querbalken und in Minute 15 scheiterte der pfeilschnelle Patrick Lauble ebenfalls am Aluminium, als man beim SVO den Ball in der Vorwärtsbewegung einmal mehr nicht unter Kontrolle bringen konnte.

Lerandy hatte sein Team zuvor noch eindringlich vor dem schnellen Umschaltspiel der TSG gewarnt, doch das blieb in Durchgang eins völlig ungehört.

Der überraschende 1:1 Ausgleich durch Nico Huber (29.) nach schöner Vorarbeit von Gabriel Gallus änderte am Hochgeschwindigkeitsfußball der Gastgeber indes nur wenig.

Vor allem bei den zahlreichen Standardsituationen brannte es im Oberacherner Strafraum lichterloh. SVO-Schlussmann Julien Guthleber, der zu Beginn einige Schwächen verriet, dann aber ein sicherer Rückhalt blieb, verhinderte mit einer Glanztat die eigentlich überfällige Führung der TSG, als er einen Kopfball von Matthias Schmitz noch entschärfen konnte (42.).

Auf der anderen Seite wurde TSG-Keeper Hauser nur bei einem Distanzschuss von Anthony Decherf ernsthaft auf die Probe gestellt (40.).

Nach der Pause fanden die Achertäler zwar besser ins Spiel, die Ausrufezeichen setzen aber immer noch die Gastgeber. Für den ersten Aufreger indes sorgte Schiedsrichter Eckermann, der in der 47. Minute zunächst auf Foulelfmeter für die Gastgeber entschied, nach Befragung seines Assistenten den Tatort aber vor die Strafraumlinie verlegte.

Mitte der zweiten Hälfte lag dem Balinger Anhang der Torschrei einmal mehr auf den Lippen, doch Philip Keller konnte für seinen bereits geschlagenen Keeper Guthleber noch auf der Torlinie klären.

Mit zunehmender Dauer stieg bei den Gastgebern die Nervosität und die Achertäler konnten sich langsam aus der Umklammerung befreien. Kurz vor Schluss stockte den glücklosen Württembergern der Atem, als Philip Keller, nach seiner Einwechslung einer der wenigen Aktivposten beim SVO, den Spielverlauf mit seinem Gewaltschuss um ein Haar auf den Kopf gestellt hätte.

TSG Balingen: Hauser – Eisele, (51. Pettenkofer), Schreyeck (76. Islamaj), Lauble, Akkaya (70. Scherer), Schuon, Müller, Pflumm, Foelsch, Schmitz, Seemann

SV Oberachern: Guthleber – Volk, Gülsoy (65. Daouri), Armbruster, Huber (90. Weisgerber), Giardini, Gallus (74. Herrmann), Sert, Decherf, Schwenk, Feger (46. Keller)

Tore: 1:0 Schreyeck (7.), 1:1 Huber (29.)

Schiedsrichter: Marc Philip Eckermann (Waiblingen)

Zuschauer: 800