Neckarsulmer SU – SV Oberachern 2:0 (1:0)

Oberliga Baden-Württemberg

Neckarsulmer SU – SV Oberachern 2:0 (1:0)

Mit einer Niederlage bei der Neckarsulmer Sport-Union startete der SV Oberachern in das Fußballjahr 2017 und mit einer Niederlage an gleicher Stätte beendete er sie auch. Dem 1:2 im Februar folgte am Samstag ein 0:2 an gleicher Stätte. Aus Sicht der Württemberger waren aller guter Dinge deren drei, denn zum Saisonstart in die insgesamt vierte Oberacherner Oberligasaison behielt man auch schon im August mit 4:0 beim SVO die Oberhand.

Dabei hatte man sich bei den Achertälern doch so viel vorgenommen. Trainer Mark Lerandy wollte unbedingt etwas Zählbares aus der Audi-Stadt mitnehmen, doch der überwiegende Teil seiner Truppe spielte da einfach nicht mit und blieb weit unter ihren derzeitigen Möglichkeiten. Kein Wunder, dass Oberacherns Übungsleiter nach der Partie mit grimmiger Miene vom Platz trabte: „Das 1:0 haben wir denen geschenkt. Dann ließen wir zwei Chancen ungenutzt und sind dem Rückstand hinterher gerannt. Da wusste ich schon, dass das auf dem Platz heute schwer werden wird. Am Ende war der NSU-Sieg aber nicht unverdient“.

Lange Zeit war nicht sicher, ob die Partie überhaupt stattfinden kann, denn der Räumdienst der Gastgeber begann erst zwei Stunden vor Spielbeginn, den Kunstrasenplatz im Neckarsulmer Pichterich in einen halbwegs spielfähigen schneefreien Zustand zu räumen.

Dass sich bei frostigen Temperaturen und auf rutschigem Untergrund keine hochklassige Partie entwickeln würde, das war wohl jedem der gerade mal 170 Zuschauer bewusst. Für etwas >Erwärmung< bei den mitgereisten Oberacherner Fans sorgte Schiedsrichter Luka Gille, der in der Anfangsphase –für Oberligaverhältnisse eher selten- gleich dreimal bei SVO-Akteuren auf falschen Einwurf entschied, aber dennoch jederzeit alles fest im Griff hatte.

In einer Partie mit nur wenigen aufregenden Szenen stand es zur Pause 1:0, weil Timo Schwenk in der 18. Minute unglücklicherweise den Ball nicht richtig traf und sich Neckarsulms Torjäger Adrian Beck dann für die vorweihnachtliche Kerze  auf seine Art bedanken konnte. Dabei sah jedoch die gesamte SVO-Defensive schlecht aus und Keeper Julien Guthleber bleib dabei chancenlos.

In Minute 8 konnte Guthleber noch mit einer Glanzparade gegen Adrian Beck klären (8.), doch mehr war von dem nach drei Niederlagen verunsicherten Tabellendritten in Durchgang eins nicht zu sehen.

Oberachern war immer dann gefährlich, wenn es über die rechte Seite ging. Nach feinem Zuspiel von Sebastien Noé scheiterte Oguzhan Tasli am glänzend reagierenden Marcel Susser (23.) und auch drei Minuten später war Pforzheims Keeper vor dem SVO-Angreifer zur Stelle. In der 31. Minute lag der zu diesem Zeitpunkt eigentlich verdiente Ausgleich in der Luft, doch der Kopfball von Innenverteidiger Luca Fritz im Anschluss an einen Freistoß von Gabriel Gallus verfehlte nur ganz knapp sein Ziel.

Nach dem Wechsel verdienten sich die Württemberger nach und nach ihre Führung, weil sie jetzt das aktivere Team waren und vom SVO in der Offensive nichts mehr viel zu sehen war. SVO-Spielmacher Gabriel Gallus erwischte einen ganz schwachen Tag und so verpufften viele Offensivbemühungen bereits im Ansatz.

In der 74. Minute packte Neckarsulms Steven Neupert den Hammer aus und traf mit einem Sonntagsschuss aus 18 Metern zum 2:0.

Die Gastgeber hatten danach keine Mühe mehr, das Ergebnis bis zum Schluss zu verwalten, weil vom SVO bis auf zwei gefährliche Aktionen von Felix Armbruster (88./90.), einer der der wenigen Lichtblicke an diesem Tag, keine Gefahr mehr ausging.

Am Ende jubelten die Württemberger über das Ende ihrer kleinen Negativserie, während man beim SVO froh ist, endlich in die nur kurze Winterpause zu gehen.

Trotz der Niederlage hat der SVO mit 29 Punkten bislang weit mehr erreicht, als nach dem schlechten Saisonstart zu erwarten war.

Neckarsulm: Susser, Leonhardt, Klotz, Bellanave (86. Romano), Barini (90. Albert), Beck, Seybold, Gotovac, Busch, Neupert, Schneckenberger

Oberachern: Guthleber, Noé, Fritz (70. Volk), Armbruster, Huber, Gallus, Tasli (46, Giardini), Decherf, Schwenk, Feger, Daouri (63. Petric)

Tore: 1:0 Beck (18.), 2:0 Neupert (74.)

Schiedsrichter: Luka Gille (Kuppenheim)

Zuschauer: 170

RM