BERICHT | SGV Freiberg – SV Oberachern 4:0 (1:0)

Oberliga Baden-Württemberg

SGV Freiberg – SV Oberachern 4:0 (1:0)

Es bleibt dabei – der SV Oberachern kann gegen den SGV Freiberg einfach nicht gewinnen. Dabei wäre man vor der Partie schon mit einem Remis wie beim 0:0 im Hinspiel zufrieden gewesen. Dass daraus nichts wurde, lag hauptsächlich daran, dass an diesem Tag kein Spieler der Achertäler auch nur annähernd Normalform erreichte. Kein Wunder, dass Trainer Mark Lerandy hinterher „von kollektivem Versagen“ seiner Truppe sprach. Sein Kollege Ramon Gehrmann hingegen war nach dem fünften Heimsieg seines SGV rundum zufrieden: „Heute konnte ich mich zu hundert Prozent auf jeden meiner Spieler verlassen. Uns kam aber auch entgegen, dass der Gegner große Probleme mit dem Untergrund hatte“. In der Tat waren einige Akteure der Achertäler einschließlich Schlussmann Julien Guthleber mehr mit dem Platz beschäftigt als mit Ball und Gegner, weil sie auf dem Kunstrasenplatz des Freiberger Wasenstadions wohl auf das falsche Schuhwerk gesetzt hatten.

Die über weite Strecken einseitige Partie begann mit 8-minütiger Verspätung, weil einer der beiden Assistenten des gut leitenden Schiedsrichters Lukas Heim (Waghäusel) im Stau steckte.

SVO-Coach Mark Lerandy musste die zuletzt so sattelfeste Defensive umbauen, weil sein zuverlässiger Innenverteidiger Luca Fritz krankheitsbedingt kurzfristig ausfiel und das machte sich gleich von Beginn an negativ bemerkbar. Dreimal konnte SVO-Keeper Julien Guthleber gegen Marcel Sökler (2./15.) und Hakan Kutlu (5.) einen frühen Rückstand noch verhindern, doch im Anschluss an die zweite SGV-Ecke von Niklas Pollex traf Sven Schimmel ungehindert per Kopf zum 1:0 (16.).

Freiberg störte früh und ließ den SVO mit schnellem Umschaltspiel über die Außenbahnen überhaupt nicht richtig ins Spiel kommen. Per Direktabnahme scheiterte Kutlu am glänzend reagierenden Guthleber (19.) und auch in der Folgezeit waren es die Gastgeber, die den Ton angaben, aber recht fahrlässig mit ihren zahlreichen guten Möglichkeiten umgingen. Von den Achertälern war indes kaum etwas zu sehen. Die wenigen Offensivaktionen sahen zwar im Ansatz gefällig aus, wurden aber nicht sauber zu Ende gespielt.

Auch nach dem Wechsel drängten die Gastgeber mit aller Macht auf den zweiten Treffer. Der ließ dann auch nicht lange auf sich warten und einmal mehr war es eine Standardaktion von Niklas Pollex, die den SGV Freiberg jubeln ließ. Im Anschluss an einen Freistoß traf Marco Pischorn zum mittlerweile mehr als hochverdienten 2:0 (54.).

Die Gastgeber suchten die endgültige Entscheidung, doch nach gut einer Stunde machte auch der SVO einmal auf sich aufmerksam, und wie. Erst traf Emanuele Giardini beim ersten Versuch nur den rechten Pfosten des Freiberger Gehäuses, der Nachschuss klatschte an die Querlatte und auch  Philip Keller brachte den abprallenden Ball nicht über die Linie, weil SGV-Keeper Pascal Nagel blitzschnell nach unten tauchte. „Wenn da der Anschlusstreffer fällt, wäre es vielleicht noch einmal eng geworden“, befand SGV-Coach Gehrmann hinterher. Doch das war es dann auch schon mit der Herrlichkeit beim SVO, denn spätestens nach dem 3:0 durch Hakan Kutlu (66.) war die Messe endgültig gelesen. Den Schlusspunkt zum 4:0 setzte Freibergs Goalgetter Marcel Sökler mit seinem 18. Saisontreffer (89.).

„Diese Niederlage gilt es mit meiner Mannschaft aufzuarbeiten. Ich will jetzt aber auch nicht auf ihr rumklopfen, schließlich hat sie in dieser Saison bislang auch schon ziemlich gute Arbeit geleistet. Die Jungs wissen selber, was sie heute falsch gemacht haben“, so Coach Mark Lerandy.

Am Samstag (15.00 Uhr) gastiert Tabellenführer TSG Balingen im Waldseestadion und da wird man mit Sicherheit einen ganz anderen SVO erleben.

SGV Freiberg: Nagel, Gentner (85. Schlimgen), Fossi (72. Latifovic), Sökler, Kutlu, Kröner, Fausel, Zagaria, Pollex (83. Tasdelen), Schimmel (65. Marotta), Pischorn

SV Oberachern: Guthleber, Noé, Feger (58. Filkovic), Armbruster, Keller, Huber (73. Daouri), Giardini (79. Sattelberger), Gallus, Decherf, Schwenk, Durmus

Tore: 1:0 Schimmel (16.), 2:0 Pischorn (54.), 3:0 Kutlu (66.), 4:0 Sökler (89.)

Schiedsrichter: Lukas Heim (Waghäusel)

Zuschauer: 300