SVO-Coach Thomas Leberer

Fragen an den Trainer

Fragen an SVO-Coach Thomas Leberer vor dem Ortenau-Derby gegen den Offenburger FV am Samstag um 15.30 Uhr

Hallo Thomas,
mit dem Remis bei der zweiten Mannschaft des Regionalligisten FC Astoria Walldorf blieb dein Team im vierten Spiel hintereinander ohne Niederlage. Es war ein Spiel mit zwei grundverschiedenen Halbzeiten. Nach der 1:0 Pausenführung sprach noch alles für den SVO, doch nach dem Ausgleich kurz nach dem Wechsel wurde es noch einmal eng. Zwei verlorene Punkte oder ein gewonnener? Dein kurzes Fazit:

TL: Ja, es waren zwei sehr unterschiedliche Halbzeiten in Walldorf! Von Beginn an hatten wir das Spiel kontrolliert und erspielten uns Feldvorteile. Technisch aber auch taktisch, war es vom gesamtem Team eine gute Leistung. Logan Kleffer musste in der 1. Halbzeit nur einen Ball halten. Wir spielten bis zum gegnerischen 16er gefällig aber der zwingende und konsequente  Torabschluss fehlte manchmal. Das 1 zu 0 durch P. Keller, wurde sehr schön von L.Fritz mit einem diagonalen Ball auf A. Walica vorbereitet und die Flanke konnte dann per Kopfball verwertet werden. Zu diesem Zeitpunkt verdient und eigentlich hätte aus den betriebenen Aufwand eine höhere Führung entstehen müssen. Wir kamen dann sehr unkonzentriert aus der Halbzeit und mussten nach 50. Minuten den Ausgleichstreffer kassieren. Eine Verkettung von einfachen individuellen Fehlern wurde vom Gegner bestraft. Danach hatten wir 10 Minuten, in denen wir unsere Ordnung komplett verloren und der Gegner sehr druckvoll agierte. Ab der 65. Minute hatten wir das Spiel wieder besser im Griff, konnten die weiteren Torchancen nicht zum Siegtreffer nutzen. Am Ende ein gerechtes Remis!





Am vorletzten Spieltag einer nervenaufreibenden Runde wartet man nun mit Spannung auf das große Heim-Derby gegen den Offenburger FV. Nicht nur für die Oberacherner Fans das Highlight der Saison sondern wohl auch für dich, schließlich verbindet dich mit dem Ortenauer Traditionsclub eine schöne Zeit als aktiver Spieler.

TL: Ob es das Highlight der Saison ist, mag ich bezweifeln. Beide Mannschaften kämpfen um den Klassenerhalt und dies macht die Spannung vielleicht aus. Meine aktive Zeit als Spieler, sowie als Trainer beim OFV liegt doch schon ein paar Tage zurück und die Erinnerungen verblassen doch immer mehr. Trotzdem ist eine gewisse Verbundenheit zum OFV nach wie vor gegeben.

Viele Augen in der Ortenau sind derzeit gen Stuttgart gerichtet. Schafft die erste Mannschaft der Stuttgarter Kickers den Klassenerhalt in der Regionalliga, dann gibt es im schlimmsten Fall nur vier Absteiger in der Oberliga und bei einem möglichen Aufstieg des Oberligazweiten gar nur drei. Für den SVO (39 Punkte/Rang 13) wäre also ein Remis gegen den OFV gleichbedeutend mit dem Klassenerhalt. Durch den freiwilligen Rückzug der zweiten Mannschaft der Stuttgarter Kickers aus der Oberliga darf sich auch der OFV (31/16.) trotz der jüngsten Niederlagen berechtigte Hoffnungen auf ein weiteres Oberligajahr machen, doch dazu müssen die Ortenauer Hauptstädter in den beiden letzten Spielen noch einmal fleißig punkten.
OFV-Coach Kai Eble hat ja bereits im Vorfeld angekündigt, beim SVO „voll auf Sieg zu spielen“.
Trainerfuchs Otto Rehagel würde in so einem Fall auf seine Lieblingstaktik „kontrollierte Offensive“ setzen. Was plant Thomas Leberer und wie lautet die Vorgabe an deine Mannschaft?

TL: Was nervt, ist das ja die Abstiegsfrage sich ja erst endgültig am 31.5.17 klärt, wenn die Staffeleinteilung für die neue Runde stattfindet. Bis dahin kann man ja nur von Rechenspielen sprechen. Stand heute, brauchen wir einen Punkt, um weiter eine Jahr Oberliga spielen zu dürfen. Der OFV muss nach der Niederlage gegen Spielberg unbedingt Punkten, um Walldorf noch überholen zu können. Deshalb ist es ja selbstverständlich, daß Kai mit seinem Team voll auf Sieg spielen wird. Übrigens wir werden das auch tun!





Christian Miesch war zuletzt ein sicherer Rückhalt im Kasten, fehlte in Walldorf aber verletzungsbedingt. Ist mit seinem Einsatz wieder zu rechnen und wie sieht es ansonsten in personeller Hinsicht aus?

TL: Bis jetzt noch nicht! Angeschlagen oder verletzt  sind außerdem  Domagoj Petric, Nico Huber und  Kemal Sert.

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