Thomas Leberer vor der Partie beim FSV 08 Bissingen

Hallo Thomas,
mit dem 2:2 gegen die aufstiegsambitionierte zweite Mannschaft des KSC holte deine Mannschaft einen weiteren wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt. Trotz der widrigen Witterungsverhältnisse wurde den Zuschauern auf dem kleinen Oberacherner Kunstrasenplatz ein richtig gutes Oberligaspiel präsentiert. Dein kurzes Fazit:

TL: Es war von beiden Seiten ein sehr intensiv geführtes Spiel, mit vielen packenden Zweikämpfen. Man merkte aber auch beiden Teams an, dass man noch nicht zu 100% den Rhythmus gefunden hat und der letzte Pass in die Tiefe oft zu kurz oder zu lang war. Wir hatten ab der 30. bis zu 45. Minute unsere beste Phase des Spiels und konnten in dieser Zeit zwei Tore erzielen und hatten noch eine große Chance auf den dritten Treffer. Wäre dieser gefallen, dann hätten wir auch am Ende die drei Punkte geholt. Mit dem Schlusspfiff ein gerechtes Unentschieden, wobei beide Teams die Möglichkeit hatten, den Siegtreffer zu erzielen. Dass der Punkt wichtig war, zeigt die Tabelle, da alle Mannschaften um uns herum gewonnen haben.
Wir müssen uns absolut auf uns konzentrieren und uns nicht verrückt machen lassen von anderen Ergebnissen!

Am Samstag führt die Reise des SVO zum Mitaufsteiger FSV 08 Bissingen. „Wer Meister in der Verbandsliga Württemberg wird, der ist einfach stark“, das waren deine Worte vor dem Hinspiel. Lange Zeit tat sich die Mannschaft von Alfonso Garcia allerdings schwer, in der neuen Umgebung Fuß zu fassen, doch dann eilten die Württemberger von Sieg zu Sieg. Der Start nach der Winterpause verlief nicht ganz nach Plan, beim Kehler FV zog man doch etwas überraschend mit 0:2 den Kürzeren. Das dürfte die Aufgabe am kommenden Samstag aber nicht einfacher machen.

TL: Wenn man sich das Spiel KFV gegen Bissingen anschaut, dann hat Kehl an diesem Tag fast eine 100% Chancenauswertung gehabt, einen Dominic Bleich der sehr gut hielt und einen Gegner, der sehr leichtfertig mit seinen Chancen umging. Bissingen spielt technisch einen hervorragenden Fußball, hat mit Marian Asch und Simon Lindner zwei torgefährliche Spieler und mit Patrick Milchraum viel Profierfahrung auf dem Platz. Dazu kommt noch, dass Bissingen das heimstärkste Team der Liga stellt. Im Hinspiel konnten wir zwar mit Glück und Geschick gewinnen, hatten aber gerade in der zweiten Halbzeit im Mittelfeld kaum einen Zugriff auf das gegnerische Paßspiel.

Beim 2:2 gegen den KSC hat dein Team die Anweisungen des Trainers über weite Strecken gut umgesetzt. Wie lauten die Vorgaben gegen den nicht minder spielstarken Tabellenfünften?

TL: Auch wenn wir uns spielerisch richtig gut entwickelt haben werden wir so einen Gegner nur spielerisch nicht bezwingen können. Für uns wird wichtig sein, dass wir das Gleichgewicht zwischen Kampfgeist und Spielwitz finden, dann können wir punkten.

Der 4:3 Hinspielsieg über den FSV war nichts für schwache Nerven. 2:0 lag da dein Team nach gerade mal einer Viertelstunde vorne und führte bis zu 80. Minute gar mit 4:1. Dann strapazierte man nicht nur die Nerven der Fans, denn der Gegner wachte noch einmal auf und war in der Nachspielzeit ganz nahe am Ausgleich. Gegen einen ähnlichen Verlauf am Samstag hätte wohl auch Thomas Leberer nichts einzuwenden, auch wenn dann ein paar graue Haare mehr hinzukämen, oder?

TL: Wir müssen punkten, egal wie der mögliche Spielverlauf sich darstellt. Ein Sieg in Bissingen wäre eine Sensation und dafür würde ich einige graue Haare in Kauf nehmen!

Wie sieht es in personeller Hinsicht aus?

TL: Wie sagt man so schön, wir können aus dem „Vollen“ schöpfen. Alle Mann an Bord und einsatzfähig.

 RM

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