SV Oberachern – Kehler FV, Samstag 15.00 Uhr

„Es war kämpferisch und auch spielerisch eine gute Leistung meiner Mannschaft. Die Tore wurden alle sehr schön herausgespielt und es gab keinen Schwachpunkt. Am Ende haben wir mehr als verdient gewonnen“, bilanzierte Oberacherns Coach Thomas Leberer den 4:2 Erfolg beim 2016 zuvor noch ungeschlagenen FV Ravensburg.

19 seiner 33 Punkte holte der SVO auf fremdem Terrain, trotz zum Teil stressiger Anreisen, wie zuletzt nach der insgesamt siebenstündigen Hin- und Rückreise bei den Oberschwaben.

Karten-Vorverkauf noch bis Samstag, 10:00 Uhr in der Michael-Erhard-Str. 66 in Oberachern

Leberer will deshalb in die psychologische Trickkiste greifen und plant künftig vor den Heimspielen erst eine Busfahrt mit seiner Mannschaft zu unternehmen, um ihr so ein gewisses Auswärtsfeeling zu vermitteln: „Also dies habe ich schon mal während meiner Trainerzeit beim OFV gemacht. Da war die Differenz in der Bilanz noch extremer und wir waren dann auch an diesem Tag erfolgreich. Sind aber nur einmal ums Karl-Heitz Stadion gefahren, das hat gereicht“.

Jetzt steht gegen den Lokalrivalen Kehler FV “die Mutter aller Derbys“ auf dem Terminplan. In der ersten Oberacherner Oberligasaison behielt man gleich zweimal gegen die Grenzstädter die Oberhand, obwohl man am Ende wieder den bitteren Gang in die Verbandsliga antreten musste.

An die Partie in der Vorrunde hat Thomas Leberer keine guten Erinnerungen: „Man sollte hier nicht zu viel in dieses Derby interpretieren. Gerne erinnere ich mich an unseren ersten Oberligasieg in Kehl, ein schöner Moment, am Ende hat er uns nicht geholfen. Das Spiel in der Vorrunde war leider durch sehr viel Hektik und der Kartenflut geprägt. Am Ende haben wir durch zwei Standards, die wir sehr naiv verteidigt haben, verloren. Es war ein glücklicher Sieg für Kehl, den man aber sich mit sehr viel Herz und Leidenschaft auch verdient hatte. Dieses Spiel war aber auch wichtig für unsere Entwicklung als sehr junges Team. Für das heutige Spiel wünsche ich mir ein positiv emotionales Derby, mit einem fairen Umgang untereinander, einer tollen Zuschauerkulisse und am Ende einen verdienten Sieger“.

Bei der 1:2 Hinspielniederlage in Kehl war Ex-Fifa-Referee Michael Kempter an der Pfeife. Eine Flut von gelben Karten und dreimal Gelb-Rot, obwohl es eigentlich für ein Derby recht zivilisiert zuging.

Jetzt kommt mit Karoline Wacker aus Marbach am Neckar eine Frau, die für Ordnung auf dem Platz sorgen will. Die hatte schon beim 3:2 Erfolg des SVO in Pfullendorf gepfiffen und dabei von allen Seiten nur gute Kritiken geerntet, deshalb ist auch Oberacherns Coach von der Ansetzung sehr angetan: „ich denke eine weibliche Führung tut dem Derby und dem entsprechenden Rahmen gut“.

Es ist am Samstag nicht nur ein Derby, sondern auch das Duell der viertschlechtesten Heimelf gegen das viertschlechteste Auswärtsteam. Nur 8 seiner 28 Zähler holte der KFV in der Fremde – auf der anderen Seite konnte der SVO daheim bislang nur dreimal die volle Punkteernte einfahren.

Die beiden Heimspiele in diesem Jahr musste der SVO auf seinem kleinen Kunstrasenplatz austragen, die Partie am Samstag wird aber auf alle Fälle auf Naturrasen stattfinden. Die Verantwortlichen der Achertäler haben unter der Regie des unermüdlich agierenden sportlichen Leiters Dieter Ruh – in Zusammenarbeit mit einer Fachfirma – alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den Platz des >altehrwürdige> Waldseestadions in einen spielfähigen Zustand zu versetzen.

1358 Zuschauer sahen das spannungsgeladene Hinspiel. Spielt der Wettergott endlich auch einmal bei einem lukrativen Heimspiel des SVO mit, dann könnte der Oberacherner Zuschauerrekord aus dem Jahr 1994 durchaus ins Wanken geraten. 1511 zahlende Zuschauer wollten 1994 das Aufstiegsspiel des SVO in die Landesliga gegen den SV Gengenbach sehen.

Im Hinblick auf die eingeschränkten Parkmöglichkeiten rund um den Oberacherner Waldsee werden die einheimischen Fans gebeten, ihr Fahrzeug trotz zusätzlich eingerichteter und auch ausgeschildeter Parkflächen möglichst zu Hause zu lassen.

Der KFV kann wieder auf die zuletzt fehlenden Kevin Sax, Ali Karashin und Goalgetter Fabian Herrmann zurückgreifen. SVO-Coach Thomas Leberer hält es dabei wie sein Gegenüber Alexander Hassenstein: „wir werden uns nicht über verletzte oder abwesende Spieler beklagen, sondern den zur Verfügung stehenden Spielern absolut vertrauen“.

RM

 

 

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