SV Oberachern – 1. CfR Pforzheim, Samstag 15.00 Uhr

Fleißig wie ein Eichhörnchen sammelt Aufsteiger SV Oberachern auch nach der langen Winterpause seine Punkte in der Oberliga. Das ist auch dringend von Nöten, denn bei der in dieser Saison durchaus möglichen Konstellation, dass am Ende gar ein Drittel der Liga die Klasse in Richtung Verbandsliga verlassen müsste, könnte jeder Zähler Gold wert sein.

Beim jüngsten 3:1 Erfolg beim Tabellenfünften FSV 08 Bissingen haben die Achertäler einmal mehr bewiesen, dass man auch in dieser Liga gegen jeden Gegner bestehen kann. Sehr zur Freude von Trainer Thomas Leberer: „Aufgrund der Ergebnisse unserer direkten Konkurrenz war das ein sehr wichtiger Sieg. Wir kamen gegen das heimstarke Bissinger Team gut ins Spiel und konnten im Laufe der ersten Halbzeit immer mehr den Druck auf das gegnerische Tor erhöhen. Beide Tore wurden durch direkte Kombinationen über mehrere Stationen erzielt. Eigentlich hätten wir den dritten Treffer noch erzielen müssen und genau dies hätte sich am Ende fast gerächt. Wir „bettelten“ um den Anschlusstreffer, der ja auch prompt einer Stunde fiel. Durch das 3:1 durch Gregor Dörflinger in der 72. Minute war dann das Spiel zum Glück entschieden. Am Ende ein Sieg, der mit Glück und Geschick errungen werden konnte. Wir hatten eine geraume Zeit lang mit Gregor Dörflinger, Pascal Sattelberger, Nicola Leberer und Anthony Decherf vier 19-Jährige auf dem Platz, die aus solchen Spielen unwahrscheinlich viel an Erfahrung sammeln können, was in Zukunft für uns ganz wichtig sein wird“.

Mit dem 1.CFR Pforzheim (erster Club für Rasenspiele), der mit aktuell 31 Zählern auf dem siebten Platz steht, wartet nun ein weiterer dicker Brocken auf den SVO. Der Verein entstand erst im Jahr 2010 durch die Fusion der Vereine 1. FC Pforzheim und VfR Pforzheim. Als sich 2014 der TSV Grunbach als Vizemeister aus der Oberliga zurückzog, wechselten viele Spieler der Grunbacher und auch Coach Teo Rus zum damaligen Verbandsligisten nach Pforzheim. Nur ein Jahr später gelang auch schon der Aufstieg in die Oberliga. Gegen den mit hervorragenden Einzelspielern bestückten Mitaufsteiger wird die Aufgabe am Samstag alles andere als einfach werden. Darüber ist sich auch SVO-Coach Thomas Leberer bewusst: „die Qualität in der Oberliga ist echt brutal und das trifft auf das Team von Pforzheim zu hundert Prozent zu. Die haben sich in der Winterpause noch einmal verstärkt und verfügen über eine Mischung aus ehemaligen Profis und jungen Talenten. Das Ziel ist mittelfristig die Regionalliga und auf dieses Ziel sind deren Planungen, ob Kader oder auch Stadionneubau, ausgerichtet“.

Das Hinspiel endete mit einem torlosen Remis. Mit einem Sieg könnte die Leberer-Elf in der Tabelle sogar an den Goldstädtern vorbeiziehen, doch das ist für Oberacherns Coach erst einmal nur zweitrangig: „wir brauchen jeden einzelnen Punkt für den Klassenerhalt. Könnten wir das Ergebnis vom Hinspiel wiederholen, wäre ich sehr zufrieden“.

Mittelfeldrenner Mathieu Krebs fällt mit Rückenproblemen aus. Der Einsatz von Kapitän Sinan Gülsoy und André Walica ist offen – beide lagen unter der Woche mit einer Grippe flach.

RM

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