SSV Reutlingen – SV Oberachern, Samstag 15.00 Uhr

Mit dem 3:0 über den Lokalrivalen Kehler FV schafften die Oberligakicker des SVO den Sprung auf Rang 7. Richtige Derbystimmung wollte aber erst nach knapp einer Stunde aufkommen als Gabriel Gallus mit seinem siebten Saisontreffer zum 1:0 traf und die bis dato trotz Unterzahl gut stehenden Grenzstädter ihre Defensive lockern mussten. “Wir wollten nicht unbedingt gegen Kehl in Rückstand geraten und haben unser normales Angriffspressing eher ins Mittelfeld verlagert. Dazu kam natürlich, dass es unser erstes Rasenpiel in der Rückrunde war und wir doch nicht den gewohnten Spielfluss in unseren Aktionen hatten. Trotzdem lebte das Derby von den Zweikämpfen und der Spannung. Am Ende vielleicht ein glanzloser Sieg, aber wir sind der Aufsteiger und Kehl ist schon viele Jahre in der Oberliga vertreten“, so Oberacherns Coach Thomas Leberer nach dem vierten Heimsieg.

Jetzt steht seine Elf vor einer hammerharten englischen Woche, in der man dreimal hintereinander auswärts antreten muss. Am Samstag beim SSV Reutlingen, dann am Mittwoch das Viertelfinale im SBFV-Rothaus-Pokal beim Verbandsligazweiten Rielasingen-Arlen und nur drei Tage später bei der U23 des Zweitligisten SV Sandhausen.

Thomas Leberer denkt nur von Spiel zu Spiel und zunächst gilt es, an der Reutlinger Kreuzeiche Farbe zu bekennen. Dort wollten Sportdirektor Maurizio Gaudino und Trainer Georgi Donkov, die in Fußballkreisen ja alles andere als unbekannte Größen sind, die wirtschaftliche Schieflage des SSV wieder gerade rücken. Mit dem Pokaltriumph über den KSC wurde der Anfang zwar gemacht, doch in der Liga lief bislang längst nicht alles nach Plan, was auch Oberacherns Coach schon etwas verwundert: „der SSV hat vor dieser Runde und auch in der Winterpause noch einmal versucht, die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen und dies sollte schon kurzfristig in die Regionalliga führen. Momentan muss man eher den Blick in Richtung Verbandsliga richten, bei möglichen sechs Absteigern“. Gleichzeitig verrät er aber auch großen Respekt vor der Spielstärke der Gastgeber: „Reutlingen hat brutale Qualität in seinen Reihen und vor allem das letzte Heimspiel gegen Kehl konnte über die Einwechslungen von der Bank gewonnen werden. Wir werden alles geben, um vielleicht einen Punkt in Reutlingen mitnehmen zu können“.

Mit einem Remis könnte der SVO, der auswärts 19 seiner 36 Zähler holte, in der Tat gut leben. Der SSV hingegen muss eigentlich gewinnen, sonst könnte es am Ende ganz eng werden, rangieren die Württemberger derzeit mit 26 Zählern – bei einem Spiel weniger – doch nur nur Platz 15.

Im heimischen Stadion an der Kreuzeiche ist man aber immer noch eine Macht und konnte dort schon 20 Punkte auf der Habenseite verbuchen.

In personeller Hinsicht sieht es beim SVO ausgesprochen gut aus, sehr zur Freude von Thomas Leberer: „wir haben momentan etwas erreicht, auf das ich lange hingearbeitet habe. Egal welcher Spieler momentan aus dem Kader auf dem Platz steht, er hat auf jeden Fall Oberligaqualität“.

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