SV Oberachern – TSG Balingen 1:2 (1:1)

SV Oberachern – TSG Balingen 1:2 (1:1)

Oberliga Baden-Württemberg

Ein Zähler gegen den sich nach einem völlig verpatzten Saisonstart im Aufwind befindenden Vorjahresvierten TSG Balingen war das erklärte Ziel von Oberacherns Coach Thomas Leberer.

Viel hat ja nicht gefehlt und der Plan wäre auch aufgegangen, dann machten die widrigen Bodenverhältnisse aber einen dicken Strich durch seine Rechnung. Drei Minuten vor Schluss verlor Trainersohn Nicola Leberer bei einem Rettungsversuch buchstäblich den Boden unter den Füßen. Der zur Pause eingewechselte Marc Pettenkofer nahm das >Platzgeschenk< dankend an und ließ Oberacherns Schlussmann Christian Miesch beim 1:2 in Minute 87 keine Abwehrmöglichkeit.

Trotz einer starken Leistung in Durchgang eins stand Aufsteiger Oberachern am Ende mit leeren Händen da. „Es war eine der besten Halbzeiten in dieser Saison und das trotz der schwierigen Platzverhältnisse. Das 1:1 zu Pause war aber zu wenig für den von uns betriebenen Aufwand“, befand Oberacherns Coach Thomas Leberer hinterher.

„Es war ein interessantes Spiel von beiden Seiten. Hinten heraus wirkten wir etwas fitter als der SVO, der in der ersten Hälfte ein sehr hohes Tempo ging“, sagte ein überglücklicher TSG-Coach Ralf Volkwein nach dem jetzt schon vierten Sieg seiner Elf hintereinander.

Gerade mal vier Minuten waren gespielt, da konnte TSG-Keeper Julian Hauser einen Heber von Mathieu Krebs aus fast 40 Metern gerade noch so unter Kontrolle bringen. Drei Minuten später scheiterte ein unermüdlich rackernder Nico Huber an TSG-Schlussmann Julian Hauser, nachdem er sich zuvor gleich gegen mehrere Balinger energisch durchtanken konnte.

Mehr Glück hatte der Ex-Oppenauer kurze Zeit später, als er nach Vorarbeit von Nikola Gataric zum 1:0 für die Achertäler traf (10.). Die Antwort der Gäste ließ aber nicht lange auf sich warten. Nach schneller Umschaltbewegung legte Goalgetter Stefan Vogler quer auf Kaan Akkaya, der Miesch im SVO-Kasten mit einem trockenen Schuss von der Strafraumgrenze keine Abwehrmöglichkeit ließ (14.). Der SVO zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt und agierte weiter im Vorwärtsgang.

Nach der schönsten Kombination der gesamten Partie scheiterte Gataric völlig freistehend am allerdings glänzend reagierenden TSG-Schlussmann (24.). Auf der anderen Seite hatte der SVO aber auch Glück, als TSG-Kapitän Lukas Foelsch in der 33. Minute nach Vogler-Pass nur die Latte traf.

Im zweiten Durchgang musste der SVO dem hohen Tempo und dem tiefen Boden Tribut zollen. Nur noch einmal lag den SVO-Fans unter den 220 Zuschauern der Torschrei auf den Lippen, doch erneut scheiterte Gataric nach schöner Vorarbeit von Huber an Schlussmann Hauser (61.), der das glitschige Spielgerät im Nachfassen noch zu fassen bekam.

Die TSG besaß mehr jetzt immer mehr Spielanteile und auch einige richtig gute Möglichkeiten. Mit einer sensationellen Parade hielt Miesch den SVO in der 84. Minute noch im Spiel, doch drei Minuten später war der ehemalige Schweizer Junioren-Nationalspieler aber machtlos. Nach Nicola Leberers Missgeschick hatte Marc Pettenkofer freie Bahn und traf zum vielumjubelten 1:2 Endstand. Am Ende ein etwas glücklicher Sieg der Gäste, ein Remis hätte dem gesamten Spielverlauf wohl eher entsprochen.

SV Oberachern: Miesch, Kopf, Gülsoy, C. Krebs (80. Walica), M. Krebs (90. Stern), Huber (72. Weisgerber), Leberer, Braun, Gallus (77. Sattelberger), Gataric, Schwenk

TSG Balingen: Hauser, Akkaya (77. Sahin), Vogler, Schuon, Müller, Price (64. Eiseler), Di Lucia (84. Pflumm), Foelsch, Mundt, Gil Rodriguez (46. Pettenkofer), Schmitz

Tore: 1:0 Huber (10.), 1:1 Akkaya (14.), 1:2 Pettenkofer (87.)

Schiedsrichter: Michael Kimmeyer (Gießen)

Zuschauer: 220

 

RM

 

 

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