SV Oberachern – SC Pfullendorf 3:0 (1:0)

Oberliga Baden-Württemberg
Mit dem 3:0 über den Ex-Regionalligisten SC Pfullendorf beseitigte der SVO auch die letzten noch bestehenden theoretischen Zweifel am Klassenerhalt in der höchsten Baden-Württembergischen Liga. Dabei tat sich der Aufsteiger eine Stunde lang ausgesprochen schwer gegen den bereits seit geraumer Zeit als Absteiger feststehenden SC Pfullendorf, der gut mitspielte und den Gastgebern alles abverlangte. SC-Coach Patrick Hagg der nach Spielende ein wenig mit Schiedsrichter Pascal Rohwedder haderte, hatte sein Team gut eingestellt, doch spätestens nach dem zweiten Oberacherner Treffer war das Spiel entschieden. Zu allem Überfluss handelte sich Abdulai in der 69. Minute nach Intervention des Linienrichters auch noch die rote Karte ein: „Es war ein richtig gutes Spiel von uns, und wir hatten auch gute Chancen. Nach dem 2:0 und dem Platzverweis wollten wir uns nur noch achtbar aus der Affäre ziehen. Jede Aktion wurde heute gegen uns gepfiffen, deshalb fühle ich mich schon ein wenig ungerecht behandelt“.
Der SVO war zwar stets bemüht, der letzte Pass kam aber oft nicht an, weil die Gäste immer präsent gegen den Ball arbeiteten. In der 40. Minute hatten die Achertäler sogar Glück, als Dennis Blaser, der schon im Hinspiel zweimal getroffen hatte, per Kopf nur die Querlatte traf. Als sich schon alle der 174 zahlenden Zuschauer auf ein torloses Remis zur Pause eingestellt hatten, fiel dann in der zweiminütigen Nachspielzeit doch noch der erlösende erste Oberacherner Treffer. Nico Huber sah, dass Maximilian Ritzler etwas zu weit vor seinem Kasten stand und zog aus der Distanz ab. Mit letzten Einsatz konnte der SC-Keeper den Ball zwar noch über die Latte lenken, doch im Anschluss an die daraus resultierende Ecke stand SVO-Innenverteidiger Nicola Leberer goldrichtig und köpfte unhaltbar zum 1:0 ein.
Auch nach dem Wechsel hielten die Linzgauer die Partie zunächst einmal offen. Dennis Blaser verfehlte mit einem herrlichen Fallrückzieher nur ganz knapp das SVO-Gehäuse. Nach knapp einer Stunde dann die Vorentscheidung. Mathieu Krebs passte von rechts scharf nach innen und Gabriel Gallus war mit seinem neunten Saisontreffer zum 2:0 erfolgreich. In der 69. Minute sah Pfullendorfs Abdulai von SR Rohwedder den roten Karton und jetzt war der Widerstand der tapferen Gäste auch gebrochen. Nico Huber, nach schöner Vorarbeit von Cedric Krebs, sorgte mit dem 3:0 für die endgültige Entscheidung (77.). Am Ende ein verdienter Sieg des SVO, der aber sicherlich um einen Treffer zu hoch ausfiel.
SVO-Coach Thomas Leberer strahlte anschließend mit der Abendsonne um die Wette und er hatte ja auch allen Grund dazu: „Wir haben jetzt 50 Punkte und stehen drei Spieltage vor Schluss auf dem sechsten Platz. Wir haben punktemäßig aber noch ein Ziel. Hut ab vor dem SC Pfullendorf. Die haben vor allem in Durchgang eins alles reingeschmissen“. Über eines freute er sich aber ganz besonders. Das 1:0 seines SVO war nämlich gleichzeitig der erste Oberligatreffer von Sohn Nicola, der in der kommenden Saison ja bekanntlich zur U23 des SC Freiburg wechseln wird.
SV Oberachern: Miesch, Kopf (76. Petric), Gülsoy, C. Krebs, M. Krebs (62. Decherf), Huber, Leberer, Weisgerber (62. Braun), Walica, Gallus (76. Dörflinger), Schwenk
SC Pfullendorf: Ritzler, Behr, Stocker, Vogler (8. Schnetzler), Springer, Abdulai, Goldmann, Renger (72. Scherer), Blaser, Gruler, Levet (72. Sandhas)
Tore: 1:0 Leberer (45.+2), 2:0 Gallus (59.) 3:0 Huber (77.)
Schiedsrichter: Pascal Rohwedder (Rheinstetten)
Zuschauer: 174
Bes. Vorkommnisse: Rote Karte Abdulai (SC Pfullendorf/69.) wg. Unsportlichkeit
RM

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