SV Oberachern – Kehler FV 3:0 (0:0)

Oberliga Baden-Württemberg

1050 Zuschauer sahen ein lange Zeit von der Taktik geprägtes Derby mit einem am Ende aber auch verdienten Sieger. Mit 3:0 behielt Aufsteiger SV Oberachern die Oberhand und machte mit dem vierten Heimsieg einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt. Dabei spielte den Achertälern gewiss auch die gelb-rote Karte gegen den Kehler Maxi Sepp in die Karten, der nach 31 Minuten wegen Meckerns erst den gelben Karton kassierte und nur zwei Minuten später von der souverän leitenden Schiedsrichterin Karoline Wacker aus Marbach am Neckar nach einem Foul an Gabriel Gallus vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. „Die Karte für Maxi Sepp war mit spielentscheidend. Kehl hat die Partie aber auch danach lange offen gehalten. Das 1:0 war dann der Dosenöffner“, bilanzierte ein überglücklicher Oberacherner Coach Thomas Leberer. „Der Sieg des SVO fiel zwar am Ende zu hoch aus, ist aber absolut verdient. Ob die Niederlage an der gelb-rote Karte lag, da fragen sie mich lieber etwas anders“, sagte ein sichtlich enttäuschter KFV-Trainer Alexander Hassenstein nach der dritten Niederlage seines Teams hintereinander.

In Durchgang eins kam nie so etwas wie Derbystimmung auf, weil sich beide Teams im Mittelfeld neutralisierten. Nur einmal lag den Fans der Torschrei auf den Lippen, als Nico Huber Kehls Schlussmann Dominic Bleich mit einem Schuss aus 18 Metern zu einer Glanztat zwang (19.).

Nach dem Wechsel hielt Kehl auch in Unterzahl zunächst gut mit, doch dann traf Gabriel Gallus nach Vorarbeit von Kapitän Sinan Gülsoy zum vielumjubelten 1:0. Glück dabei für die Gastgeber, weil der Ball vom rechten Innenpfosten über die Linie trudelte.

In der 69. Minute hatten die Gäste ihren ersten und auch einzigen Eckball der Partie zu verzeichnen und daraus entwickelte sich gleich die größte Chance der Grenzstädter. Der eingewechselte Ali Karasahin verfehlte das SVO-Gehäuse aber aus 14 Metern nur knapp. Ansonsten ging vom Gegner kaum Gefahr aus, SVO-Schlussmann Christian Miesch wurde ganz selten richtig geprüft.

Dann bewies Thomas Leberer mit der Einwechslung von Gregor Dörflinger (73.) einmal mehr ein glückliches Händchen. Nico Huber passte nach innen, der Ball wurde von der Kehler Defensive unglücklich abgelenkt und der wieselflinke Angreifer traf aus kurzer Distanz zum vorentscheidenden 2:0 (81.). Die Gäste waren danach zwar um den Anschluss bemüht, waren aber nun auch anfällig für Konter. Nach schöner Vorarbeit von Dörflinger traf Huber zum umjubelten 3:0 Endstand. In der Nachspielzeit fuhr der erst in der 90. Minute eingewechselte Arthur Charlety seinem Kontrahenten Dörflinger in die Parade und sah zu allem Überfluss die rote Karte.

Mit jetzt 36 Punkten nach 24 Spielen liegt der SVO voll im Soll. „Ein 2:0 wäre gerecht gewesen, aber wir nehmen auch das 3:0 gerne mit und hoffen, dass wir die nötigen Punkte zum Klassenerhalt noch holen werden“, sagte SVO-Coach Leberer hinterher.

SV Oberachern: Miesch, Gülsoy, C. Krebs, M. Krebs, Huber, Petric (73. Dörflinger), Leberer, Walica, Braun (83. Sattelberger), Gallus, Schwenk

Kehler FV: Bleich, Hauck (25. Karasahin), Sax (61. Recht), Assenmacher, Laifer, Herrmann, Halsinger, Sepp, Kopf (80. Möhrle), Zimmerer, Sert (90. Charlety)

Tore: 1:0 Gallus (56.), 2:0 Dörflinger (81.), 3:0 Huber (90.)

Schiedsrichterin: Karoline Wacker (Marbach am Neckar)

Zuschauer: 1050

Bes. Vorkommnisse: Gelb-Rot Sepp (KFV/33.), Rot Charlety (KFV/90.+3)

FOTO: Thomas Steuerer

 

Leave a Reply