SVO - die Macht vom Dorf!

SV Oberachern – Karlsruher SC II 2:2 (2:1)

200 Zuschauer, Saisonminusrekord in Oberachern, sahen trotz widriger Witterungsverhältnisse ein gutes und abwechslungsreiches Oberligaspiel mit einem am Ende leistungsgerechten Ausgang. Für die Nordbadener war das 2:2 eher zu wenig im Aufstiegsrennen, das gab auch Trainer Stefan Sartori, der einst in der Jugend des Freiburger FC seine Kickstiefel schnürte, unumwunden zu: „Wir wollten heuten unbedingt gewinnen. Unser Ziel ist die Regionalliga. Im Hinblick auf unsere Personalprobleme war es aber dennoch ein ordentlicher Auftritt meiner Mannschaft.“

„Hinten kompakt stehen und hart aber fair über die Zweikämpfe dem spielstarken Gegner das Leben schwer machen“, lauteten die Vorgaben von SVO-Coach Thomas Leberer und die hat sein Team über weite Strecken auch ganz gut umgesetzt. „In Anbetracht der äußeren Bedingungen haben wir heute ein gutes Spiel gesehen. Ich bin zufrieden mit dem was meine Mannschaft gezeigt hat“.

Für Oberacherns Trainer war die 45. Minute die „Schlüsselszene der Partie“. Sekunden vor dem Pausenpfiff hatte Gabriel Gallus beim Stand von 2:1 Flemming Niemann eigentlich schon umkurvt, doch irgendwie kam der Karlsruher Schlussmann dann doch noch mit der rechten Hand an den Ball. Dabei sah es lange Zeit nicht nach einer Pausenführung des SVO aus. Die Platzherren kamen zunächst gut in die Partie. Bereits nach zwei Minuten hatte Andreas Weisgerber die Chance zur Führung, doch sein Schuss aus halblinker Position verfehlte nur knapp das Gästegehäuse. Der spielstarke KSC machte in der Folgezeit auf dem ohnehin schon kleinen Kunstrasenplatz geschickt die Räume noch enger. Glück für Aufsteiger Oberachern, als eine an sich harmlose Freistoß-Hereingabe von Linus Radau nach einem Patzer von SVO-Keeper Christian Miesch am Innenpfosten landete (11.). Drei Minuten später hebelte Pius Krätschmer mit einen Traumpass die Oberacherner Innenverteidigung aus. Radau hatte freie Bahn und traf unhaltbar zum 0:1.

Die Oberacherner Bemühungen um den Ausgleich wurden nach 38 Minuten belohnt. Nach schöner Hereingabe von Weisgerber traf Nico Huber zum 1:1. Der unermüdlich rackernde Ex-Oppenauer war auch am zweiten SVO-Treffer beteiligt. Wieder war es ein Angriff über die linke Seite, der zum Erfolg führte. Huber passte scharf nach innen und Domagoj Petric ließ dem guten Niemann im KSC-Kasten erneut keine Abwehrmöglichkeit (44.). Vier Minuten zuvor rutschte Mathieu Krebs nach einer scharfen Hereingabe von Petric nur um Zentimeter am Ball vorbei, wurde dabei aber auch von seinem Gegenspieler hart bedrängt.

Nach dem Wechsel war es zunächst der Tabellendritte aus Karlsruhe, der den Ton angab. In Minute 53 konnte SVO-Keeper Miesch gegen Krätschmer noch glänzend parieren, doch nur 60 Sekunden später blieb er machtlos. Eine Rechtsflanke des stark aufspielenden KSC-Kapitäns Michael Reith donnerte Patrick Fossi per Direktabnahme zum 2:2 ins lange Eck. Beide Mannschaften hatten danach noch ihre Chancen zum Sieg. Radau traf per Freistoß aus 18 Metern nur die Latte des Oberacherner Gehäuses (79.) und auf der anderen Seite scheiterte Mathieu Krebs in guter Schussposition am glänzend reagierenden Niemann (66.). In buchstäblich letzter Sekunde der zweiminütigen Nachspielzeit fast noch der Oberacherner Siegtreffer, doch Petric brachte nach einer schönen Flanke des zuvor eingewechselten Gregor Dörflinger zu wenig Druck hinter seinen Kopfball, den Keeper Niemann sicher entschärfen konnte.

Am Ende konnten beide mit dem Punkt gut leben, das sahen auch die Trainer so.

Ex-FIFA-Schiedsrichterin Christine Baitinger (Oberschopfheim) hatte die zwar intensiv aber nicht überhart geführte Partie sicher im Griff.

SV Oberachern: Miesch, Kopf, Gülsoy, M. Krebs (78. Dörflinger), Huber, Petric, Leberer, Weisgerber (86. Decherf), Walica, Gallus (76. Braun), Schwenk

Karlsruher SC U23: Niemann, Radau, (78. Kramer), Henk, Weizel, Fossi (66. Traore), Kleinert, Batke (66. Lutz), Cisse, Reith, Fassnacht, Krätschmer (86. Ngueni Bong)

Tore: 0:1 Radau (14.), 1:1 Huber (38.), 2:1 Petric (44.), 2:2 Fossi (54.)

Schiedsrichterin: Christine Baitinger (Oberschopfheim)

Zuschauer: 200

RM

 

 

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