SV Oberachern – FC 08 Villingen 4:2 (3:0)

Oberliga Baden-Württemberg
SV Oberachern – FC 08 Villingen 4:2 (3:0)
Während für den FC 08 Villingen nach der fünften Niederlage hintereinander so langsam die Oberligalichter immer schwächer werden, kann Aufsteiger SV Oberachern nach dem 4:2 Erfolg über den Schwarzwälder Traditionsverein bei elf Zählern Vorsprung auf einen theoretisch möglichen Abstiegsplatz und bei nur noch fünf auszutragenden Partien wohl für eine weitere Oberligasaison planen. „Ganz egal wie das Spiel heute auch verlief. Wir haben jetzt 46 Punkt und spielen auch nächste Saison in der Oberliga und das fünf Spiele vor Rundenende. Was will man mehr“, sagte Oberacherns Coach Thomas Leberer nach einer Partie, in die der SVO zu Beginn nur schwer in die Gänge fand. Villingen war sich der Bedeutung dieses Spiels bewusst und übernahm gleich von Beginn an die Initiative, vergaß dabei aber, dass am Ende die Tore entscheiden und da hatte der SVO an diesem Tag eben die Nase vorne. Von jeweils acht Möglichkeiten nutzten die Gastgeber deren vier, die Nullachter halt nur zwei und das machte den Unterschied aus. Dabei kamen die Villinger erst dann zu ihren beiden Treffern, als die Messe beim Stand von 4:0 längst gelesen war, weil der SVO auch im Gefühl des sicheren Vorsprungs und der Gewissheit, am Mittwoch im Pokal-Halbfinale beim FSV Altdorf gefordert zu sein,  einen Gang zurückschaltete.
Villingens Coach Jago Maric war hinterher sichtlich bedient: „Wir waren gut im Spiel, dann kassierten wir leichte Gegentore und haben den Faden verloren. In Durchgang zwei waren wir zwar spielbestimmend, haben aber leider die Tore nicht gemacht. Wir müssen jetzt bis zum Schluss um den Klassenerhalt kämpfen“.
Sein Team hatte zunächst eigentlich alles im Griff, dann traf Nico Huber in der 23. Minute fast aus dem Nichts nach Vorarbeit von Dennis Kopf zum 1:0. Zuvor besaßen die Gäste einige gute Möglichkeiten. Die größte davon vergab ausgerechnet Kapitän Benjamin Barg, der in Minute 16 einen Kopfball nach Flanke von Stjepan Geng völlig freistehend etwas zu hoch ansetzte.
Nur vier Minuten nach der Oberacherner Führung unterstrich der junge Pascal Sattelberger, der für den Gelb-Rot gesperrten Gabriel Gallus in der Startformation stand, einmal mehr seine herausragenden Qualitäten bei Standardsituationen. Aus 18 Metern setzte er das Leder unhaltbar für 08-Keeper Marijan Huljic zum 2:0 ins Eck. Es sollte für die in keiner Phase wie ein möglicher Absteiger agierenden Gäste sogar noch schlimmer kommen. Nach einem kapitalen Bock in der Villinger Defensive fackelte Sebastian Braun nicht lange und donnerte das Leder aus knapp 20 Metern zum umjubelten 3:0 in die Maschen (39.). Ein Tor, das nur dem vorhergehenden Einsatz von Nico Huber zu verdanken war, der jedem auch noch so aussichtslosen Ball hinterherlief und die Defensive der Gäste dadurch immer wieder in ernste Verlegenheit brachte.
Nach dem Wechsel waren die Gäste zwar über weite Strecken das spielbestimmende Team, vergaßen dabei aber auch jetzt das Toreschießen. Knapp eine Stunde war vor den 200 Zuschauern gespielt, dann versetzte Dennis Kopf dem FC Villingen den endgültigen Knockout. Während Keeper Huljic mit einer Flanke rechnete, schlenzte >Schlitzohr< Kopf das Leder von der Strafraumkante aus dem Stand heraus zum 4:0 ins linke untere Eck.
Im Gefühl des jetzt sicheren Vorsprungs schalteten die Gastgeber nun einen Gang zurück und so konnten die nie aufsteckenden aber oft glücklos agierenden Villinger in den letzten drei Minuten durch Damian Kaminski und Nedzad Plavci noch auf 4:2 verkürzen.
Schiedsrichter Marcel Beck war ein souveräner Leiter dieses südbadischen Derbys.
SV Oberachern: Miesch, Kopf (73. M. Krebs), Gülsoy, C. Krebs, Huber (83. Hauer), Petric (67. Dörflinger), Sattelberger (43. Decherf) Leberer, Walica, Braun, Schwenk
FC 08 Villingen: Huljic, Sopelnik, Reho (77. Wehrle), Ovuka, Ceylan, Weißhaar, Haibt (61. Yelken), Barg, Geng, Serpa (46. Plavci), Kaminski
Tore: 1:0 Huber (23.), 2:0 Sattelberger (27.), 3:0 Braun (39.), 4:0 Kopf (58.), 4:1 Kaminski (87.), 4:2 Plavci (90.)
Schiedsrichter: Marcel Beck (Künzelsau)
Zuschauer: 200
RM

Foto: Thomas Steuerer

Leave a Reply