Logo SV Oberachern SV Oberachern 2 2 - 2 TuS Durbach
Mo., 14.August 2017 - 20:00 Uhr
Oberachern, BW
Sportplatz am Waldsee, Oberachern

Landesliga Südbaden, Staffel 1

Rückblick auf die Landesliga-Premiere der Oberliga-Reserve des SVO gegen Durbach und Vorschau auf die Partie beim SV Sinzheim am Freitag um 19.30 Uhr

Die Landesliga-Premiere der zweiten Mannschaft des SV Oberachern muss man als gelungen bezeichnen, obwohl am Ende >nur< ein Zähler dabei heraussprang.

Zwei grundverschiedene Halbzeiten mit viel Tempo, zehn gelben Karten, zwei Ampelkarten, einer rote Karte und viel Hektik nicht nur auf den Bänken. Eigentlich schade, dass am Montagabend nur 220 Zuschauer den Weg ins Oberacherner Waldseestadion fanden.

„Das war doch für alle, die da waren, ein Leckerbissen“, sagte Oberacherner Coach Stefan Geppert nach dem Remis gegen seinen Ex-Verein. „Ich bin mit dem 2:2 zufrieden, gerade wenn man den Verlauf des Spiels betrachtet. Wir haben schließlich gegen den amtierenden Vizemeister gespielt. Sicherlich hätten wir das Spiel mit mehr Ruhe, Disziplin und Kaltschnäuzigkeit nach 30 Minuten schon für uns entscheiden können, aber wenn man auf einmal 1:2 zurückliegt und fünf Minuten vor Spielende noch den verdienten Ausgleich markiert, dann müssen und können wir mit dem Auftaktergebnis gut leben“.

30 Minuten lang dominierte sein Team nach Belieben, hatte zur allgemeinen Verwunderung aber auch wirklich alles fest im Griff und zeigte eine recht beeindruckende Vorstellung. Dann kam der TuS nach und nach besser in die Partie und mit aufkommender  Hektik ging der Spielfluss beim SVO mehr und mehr verloren. Geppert hat dafür auch eine Erklärung: “Wir sind im Schnitt sehr jung und unerfahren und haben noch keine gefestigte Struktur, um in der neuen anspruchsvolleren Liga sowie in solchen hektischen Derbys Routine und Cleverness abzurufen. Mit zunehmender Spieldauer hat Durbach den Respekt abgelegt und konnte zur Halbzeit ihre >Lebensversicherung<, Jan Philipowski, einwechseln, der zweimal traf. Aber wir werden daran arbeiten, dass wir im weiteren Saisonverlauf den Schwung und die Power der ersten halben Stunde länger und gezielter abrufen können“.

 

Jetzt geht die Reise zum SV Sinzheim, der nach dem 4:2 Auftaktsieg beim SV Freistett als erster Tabellenführer der neuen Saison grüßt.

Für Geppert also erneut ein Aufeinandertreffen mit einem Ex-Verein. In der Winterpause der Saison 15/16 ist er dort für kurze Zeit als Trainer eingesprungen. Nicht nur für ihn ist es eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte, auch für einige seiner jungen Akteure, die, so Geppert, „in der Jugend des SV Sinzheim auf hohem Niveau ausgebildet wurden“.

Mit einem Remis im ersten Auswärtsspiel der Saison könnte Oberacherns Trainer erneut gut leben, obwohl er sich der Schwere der Aufgabe bewusst ist. „Gerne würde ich natürlich gewinnen, doch wir brauchen Geduld und Demut“.

Mit Andreas Weisgerber wird ihm am Freitag ein ganz wichtiger Spieler wegen Rotsperre fehlen und auch Neuzugang Fabian Ganster ist nach seiner unnötigen Ampelkarte zum Zuschauen verurteilt. „Beide Platzverweise sind vertretbar, aber auch sehr hart in ihren Entscheidungen. Leider hat das Schiedsrichtergespann nicht gerade zu mehr Ruhe auf dem Platz beigetragen, doch in der Summe machen die Unparteiischen immer weniger Fehler als wir, sodass unser klarer Auftrag lautet, besonnener und cleverer zu agieren“, betont Geppert. „Wir werden angesichts der Sperren überlegen müssen, wie wir diese Aufgabe erfolgreich meistern können. Im Vordergrund steht, dass wir aus dem Spiel vom Montag die richtigen Lehren ziehen und dann wird man sehen, was am Ende dabei herauskommt“.