VfB Unzhurst – SV Oberachern II 0:2 (0:2)

Bezirksliga Baden-Baden

VfB Unzhurst – SV Oberachern II 0:2 (0:2)

(RM) Das kleine Wunder vom Oberacherner Waldsee ist vollbracht. 2015 kickte die zweite Mannschaft des SVO noch in der Kreisliga B. Jetzt, nach dem dritten Aufstieg in Serie, darf man sich in der Landesliga auf Derbys gegen Traditionsvereine wie Bühl, Bühlertal oder Oberkirch freuen.

Vater des Erfolgs ist Trainer Stefan Geppert, dem es mit zunehmender Dauer immer besser gelang, seinem Team Stabilität und Ordnung zu verleihen, obwohl er doch Woche für Woche mit einer zum Teil stark veränderter Aufstellung beginnen musste. Kein Wunder, dass er hinterher mit der prallen Unzhurster Sonne um die Wette strahlte: „Wir haben aus eigener Kraft hochverdient die Meisterschaft geholt. Das ist mit so einer jungen Mannschaft keine Selbstverständlichkeit“. Einer seiner ersten Gratulanten war dabei Oberacherns >Oberliga-Chefcoach< Thomas Leberer, der sich auch in der kommenden Saison auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Ex-Durbacher freuen darf. „Es ist schon lange her, dass in unserer Gegend eine zweite Mannschaft den Sprung in die Landesliga geschafft hat. Das zeigt, dass wir beim SVO auf dem richtigen Weg sind“, verkündete Leberer hinterher voller Stolz.




Unter den Augen von Acherns Oberbürgermeister Klaus Muttach hätte den Achertälern am letzten Spieltag bereits ein Remis zum Titel gereicht, doch darauf wollte man sich nicht verlassen. Ein Freistoß von VfB-Spielertrainer Marcel Stern, der nach drei Minuten aus gut 35 Metern die Latte des SVO-Gehäuses touchierte, war so eine Art Wachmacher. Andreas Weisgerber bediente Andreas Fischbach und der ließ dem guten VfB-Keeper Florian Hodapp mit einem trockenen Schuss von der Strafraumgrenze keine Abwehrmöglichkeit (5.). In Minute 22 donnerte  Weisgerber das Leder per Distanzschuss zum vorentscheidenden 0:2 in die Maschen. Es war das 13. Saisontor des SVO-Kapitäns. Danach versäumte es die Geppert-Elf, den Sack endgültig zuzumachen, weil man einige gute Möglichkeiten sträflich ungenutzt ließ.

Nach der Pause taten die Gäste – wohl auch in Anbetracht der großen Hitze – nur noch das Nötigste,  während der VfB um den Anschlusstreffer bemüht war. Richtig gefährlich für SVO-Keeper Joachim Schnurr wurde es aber nur in der 80. Minute. Erst scheiterte Johannes Hodapp per Kopf an Schnurr, dann setzte Marcel Stern den anschließenden Eckball  auf das Torgestänge.



Um 18.56 Uhr beendete der umsichtig leitende Schiedsrichter Julian Seifermann (Baden-Baden) das nur ein Jahr andauernde Bezirksliga-Gastspiel der Oberacherner Oberligareserve.

Mitkonkurrent SV Sasbach stand zwar an 23 von 30 Spieltagen ganz oben, doch der schussgewaltige SVO II besaß am Schluss einfach den längeren Atem. 25 von 27 möglichen Punkten holte die Geppert-Elf aus den letzten neun Spielen und sicherte sich somit erstmals in der Vereinsgeschichte die Meisterschaft im Bezirksoberhaus.