SV Oberachern – SV Spielberg 2:5 (2:3)

Oberliga Baden-Württemberg

280 Zuschauer, davon gut die Hälfte aus dem Karlsbader Ortsteil, sahen einen auch in der Höhe verdienten Sieg des SV Spielberg, der nach dem dritten Dreier in Serie nun auf dem besten Weg ist, den vor wenigen Wochen in weiter Ferne liegenden Klassenerhalt doch noch zu schaffen. „Wir sind sehr glücklich über den Sieg. Es gab auch schon andere Spiele, bei denen wir unsere Chancen nicht so konsequent genutzt haben“, sagte ein sichtlich zufriedener Gästecoach Tobias Winter hinterher.
Der SV Oberachern, der in dieser Saison schon 14 Mal zu Null spielte, veranstaltete über 90 Minuten lang einen >Tag der offenen Tür< und lud den SV Spielberg zu den Gegentoren förmlich ein. Kein Wunder, dass Oberacherns Coach Mark Lerandy hinterher restlos bedient war: „Nach so einem ganz ganz schwachen Auftritt weiß ich nicht, was ich sagen soll.“

Dabei fing doch alles gut an, denn schon nach 6 Minuten lagen die Achertäler mit 1:0 in Front. Einen gefährlichen Schuss von Cemal Durmus konnte Spielbergs Schlussmann Yannik Dressler noch glänzend parieren, doch im Anschluss an die folgende Ecke von Gabriel Gallus stieg SVO-Kapitän Felix Armbruster am höchsten und wuchtete den Ball per Kopf ins Gästegehäuse. Es war bereits das sechste Saisontor des Ex-Spielbergers.
Nur drei Minuten später brachte SVO-Keeper Logan Kleffer den aufspringenden Ball nicht unter Kontrolle und Robin Müller donnerte das Spielgerät aus kurzer Distanz unter die Latte zum 1:1. In der 12. Minute wurde die Oberacherner Hintermannschaft mit einem Pass in die Schnittstelle ausgehebelt und Jimmy Marton netzte zum 1:2 ein. Mit einer herrlichen Direktabnahme aus 18 Metern schaffte Nico Huber, an diesem Trag einer der wenigen Lichtblicke beim SVO, nach einer halben Stunde zwar den 2:2 Ausgleich, doch gerade mal drei Minuten später traf erneut Marton zum 2:3 Halbzeitstand.

Die Halbzeitansprache von SVO-Coach Mark Lerandy fand bei seinem Team kein Gehör. Selbst einfache Zuspiele landeten beim Gegner. Ein feiner Pass von Riccardo Di Piazza, der in der letzten Saison auch schon einige Male das SVO-Trikot trug, fand in Jimmy Marten seinen Abnehmer, doch der ehemalige U17-Nationalspieler verfehlte das Oberacherner Gehäuse nur knapp. Ein Abspielfehler in der gegnerischen Hälfte leitete nach gut einer Stunde den vierten Spielberger Treffer ein. Jimmy Marten – bester Spieler auf dem Platz – ging nach einem langen Ball auf und davon und ließ dem leidgeprüften Kleffer im Oberacherner Kasten beim 2:4 keine Chance. Nur drei Minuten später schlug Di Piazza den Ball von links scharf nach innen und der heranstürmende Manuel Hasel drückte das Leder zum 2:5 über die Linie. In der 76. Minute spielte Max Knorn mit der kompletten SVO-Defensive Katz und Maus, scheiterte im Abschluss aber am glänzend reagierenden Logan Kleffer. Der SV Spielberg konnte schalten und walten wie er wollte und hätte gegen einen konfusen wirkenden SV Oberachern am Ende sogar noch höher gewinnen können.

Nach diesem „blutleeren Auftritt“, so Trainer Mark Lerandy, muss man beim SV Oberachern froh sein, den vor der Saison angestrebten Klassenerhalt bereits in der Tasche zu haben.

SV Oberachern: Kleffer, Fritz, Armbruster, Huber, Giardini, Gallus, Tasli (70. Daouri), Decherf (46. Herrmann), Schwenk (80. Gülsoy), Metzinger (67. Keller), Durmus
SV Spielberg: Dressler, Fixel, Müller, Hasel (82. Daum), Schoch, Knorn (88. Zimmermann), Charrier (71. Feger), Kappler, Di Piazza, Leimenstoll, Marton (86. Jäckh)
Schiedsrichter: Tobias Eisele (Korntal-Münchingen)
Zuschauer: 280
Tore: 1:0 Armbruster (6.), 1:1 Robin Müller (9.), 1:2 Marton (12.), 2:2 Huber (30.), 2:3 Marton (34.), 2:4 Marton (65.), 2:5 Hasel (67.)