Karlsruher SC II – SV Oberachern 0:2 (0:1)

Oberliga Baden-Württemberg

Karlsruher SC II – SV Oberachern 0:2 (0:1)

Mit einem verdienten 2:0 bei der zweiten Mannschaft des Karlsruher SC schaffte der SV Oberachern mit jetzt 37 Punkten wieder den Sprung auf einen einstelligen Tabellenplatz. Es war der erste Dreier nach zuletzt fünf sieglosen Spielen. Oberacherns Trainer Mark Lerandy wirkte hinterher sichtlich erleichtert: „Wir freuen uns, dass wir endlich auch auswärts wieder Tore schießen. Unser Sieg geht in Ordnung, lassen uns davon aber nicht blenden, denn es liegt noch viel Arbeit vor uns“. 489 Minuten musste er vergeblich auf einen Treffer seiner Elf in der Fremde warten, dann war es sein Kapitän Felix Armbruster, der den Auswärtsfluch mit seinem Tor zum 0:1 nach 39 Minuten endlich besiegen konnte.

Die Partie auf Platz 2 des Wildparkstadions litt nicht nur unter den schwierigen Platzverhältnissen, sondern vor allem unter dem böigen Wind. Obwohl die Verantwortlichen des KSC ihre zweite Mannschaft nach der Saison aus finanziellen Gründen vom Spielbetrieb zurückziehen, verteilte diese keine Geschenke und hielt über 90 Minuten voll dagegen. Dabei standen Trainer Zlatan Bajramovic gerade einmal 13 Feldspieler zur Verfügung. Während der SVO in Durchgang eins ein deutliches Chancenplus zu verzeichnen hatte, ging von den Gastgebern eigentlich nur dann Gefahr aus, wenn Tim Fahrenholz über die stärkere linke Seite in Szene gesetzt wurde.

Knapp zwanzig Minuten lang spielte sich das Geschehen meist nur zwischen den beiden Strafräumen ab, dann versuchte es ein formverbesserter Nico Huber aus 22 Metern, zielte aber am Gehäuse von KSC-Schlussmann Oliver Semmle nur knapp vorbei. Nach der schönsten Kombination der gesamten Partie, eingeleitet von Gabriel Gallus, verfehlte Nico Huber die Hereingabe von Sebastien Noé nur um Zentimeter (20.). Huber war es auch, der in Minute 31 die Führung auf dem Fuß hatte, doch Schlussmann Semmle konnte gerade noch per Fußabwehr zur Ecke klären. Dann endlich das erste Oberacherner Auswärtstor nach fast 500 erfolglosen Minuten. Einen Freistoß aus dem Halbfeld zirkelte Cemal Durmus nach 39 Minuten auf den Kopf von Felix Armbruster und plötzlich zappelte das Leder zum verdienten 0:1 im oberen rechten Winkel des KSC-Gehäuses.
Kurz vor dem Wechsel vergab Michael Reith eine der wenigen guten Karlsruher Möglichkeiten.

Nach der Pause war der KSC zwar um den Ausgleich bemüht, blieb aber gegen die bis auf wenige Ausnahmen gut stehende Oberacherner Defensive oft zu drucklos. Eine gute Stunde war vorbei, da spielte der kurz zuvor eingewechselte Oguzhan Tasli einen genialen Pass auf Gabriel Gallus, der nach einem Kontakt mit dem aus seinem Kasten eilenden Keeper Semmle zu Fall kam. Schiedsrichter Marco Zauner zeigte sofort auf den ominösen Punkt. Der Gefoulte selbst verwandelte eiskalt zum 0:2. Es war bereits der zehnte Saisontreffer des Oberacherner Spielmachers. Für den SVO wurde es in der Folgezeit nur noch einmal gefährlich als Luca Fritz gerade noch so vor KSC-Goalgetter Christoph Batke zur Ecke klären konnte (68.). Hätten die Achertäler die sich nun bietenden Räume besser genutzt, wäre am Ende sogar ein höherer Sieg möglich gewesen.

Am Samstag um 15.00 Uhr trifft der SVO auf den Traditionsclub SSV Reutlingen und da gilt es, den Aufwärtstrend zu bestätigen.

KSC II: Semmle, Radau, Traore, Vochatzer, Kleinert, Veith, Batke, Schick (68. Hanek), Stosik, Reith (68. Becker), Fahrenholz
SV Oberachern: Kleffer, Noé, Fritz, Armbruster (84. Sattelberger), Keller, Huber (74. Filkovic), Herrmann (56. Tasli), Gallus, Decherf,  Schwenk, Durmus (77. Giardini)
Tor: 0:1 Armbruster (39.), 0:2 Gallus (63./FE)
Schiedsrichter: Marco Zauner (Bühlerzell)
Zuschauer: 150