Kreisliga B SV Oberachern 2 – SC Baden-Baden, Sonntag 15.00 Uhr

Noch in den 70er Jahren zählte der SC Baden-Baden zu den Aushängeschildern des mittelbadischen Fußballs. Der dreifache Südbadische Fußballmeister (1950, 62 und 1973) war eine feste Größe in der damaligen 1. Amateurliga Südbaden – seinerzeit immerhin die dritthöchste Liga.
Nur noch wenige werden sich an die legendäre Saison 1975/76 erinnern. Der FC Villingen, der Freiburger FC und eben der SC Baden-Baden lieferten sich bis zum Abpfiff des 34. und letzten Spieltags ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das bislang in der Geschichte des Südbadischen Fußballs einmalig blieb.
50:18 Punkte standen am Ende für alle drei zu Buche – die Tordifferenz musste entscheiden und auch da war der Erste vom Dritten nur um sieben Tore getrennt. Dem SC Baden-Baden um Ex-KSC-Profi Willi Dürrschnabel fehlten am Ende gerade einmal zwei mickrige Törchen zum vierten Meistertitel. Der FC Villingen holte sich den Titel und dem SC blieb nur die goldene Ananas.
Ein Jahr später folgte mit Rang 17 und dem Abstieg die große Ernüchterung – es war der Anfang vom danach folgenden langsamen sportlichen Niedergang des Traditionsclubs aus der Kurstadt, der in der letzten Saison mit einer 0:20 Niederlage beim Lokalrivalen Baden-Oos und gerade mal einem mickri-gen Pünktchen seinen absoluten Tiefpunkt erleben musste.
Jetzt will man in der Kurstadt einen >erneuten< Neuanfang starten. Beim 1:1 zum Saisonauftakt beim runderneuerten FV Gamshurst waren zumindest einmal gute Ansätze zu erkennen.
Auch beim SVO will man nach der enttäuschenden letzten Saison einen weiteren Anlauf in Richtung Kreisliga A unternehmen.
Nach dem 1:1 beim SC Eisental und dem spektakulären 4:3 gegen einen starken SV Mösbach will die Verbandsliga-Reserve am Sportfest-Sonntag nachlegen und sich mit einem Dreier in der Spitzengruppe festsetzen.